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Hamelns Skater wünschen sich schon seit Jahren neue Anlage

Skate-Anlage auf dem Baileypark geplant

HAMELN. Seit Jahren wünscht sich die Hamelner Skaterszene eine neue, größere, moderne Skater-Anlage. Bislang weichen die Sportler nach Hessisch Oldendorf, Bodenwerder, Rinteln, Hannover oder sogar Hamburg aus. Nun gibt es Pläne, eine Skater-Anlage auf dem Baileypark zu bauen.

veröffentlicht am 30.06.2016 um 10:46 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 18:14 Uhr

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Wiebke Kanz

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Wiebke  Kanz Reporterin (in Elternzeit) zur Autorenseite
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Still und heimlich könnte sich schon in naher Zukunft ein Herzenswunsch der Hamelner Skaterszene erfüllen: Schon seit Jahren wünscht sich diese nämlich einen Skatepark, auf dem sie ihren Sport ausüben kann. Bislang gibt es nur den relativ kleinen Platz vor dem Kultur- und Bildungshaus Regenbogen an der Erichstraße – auf dem nackten Betonpflaster stehen dort ein Kicker, ein Quarter und eine Minirampe, „das reicht auf keinen Fall“, finden die Hamelner Skater. Um größere Sprünge zu machen, müssen sie deshalb bislang in andere, zuweilen sogar kleinere Städte mit größeren und moderneren Anlagen ausweichen – nach Hessisch Oldendorf, Bodenwerder, Rinteln, oder aber nach Hannover oder sogar Hamburg. Oder sie werden erfinderisch, skaten im Wald, in Parkhäusern, fahren den Klüt herunter.

Vor etwas mehr als zwei Jahren demonstrierten deshalb rund 60 Skateboard-, BMX- und Scooter-Fahrer vor dem Hamelner Rathaus für eine neue Anlage. Sie fanden Gehör: Wenige Monate später gab es erste Pläne für eine Skater-Anlange in einer Mehrzweckhalle auf dem Gundolph-Park, einem ehemaligen Depotstandort der im Sommer 2014 abgezogenen britischen Soldaten am Reimerdeskamp, 5,6 Hektar groß. Die Pläne waren nur vage: Zum einen sollte es für alle ehemals von den Briten genutzten militärischen Flächen eine gemeinsame Planung aus einem Guss geben, zum anderen müsse sich, so hieß es damals, für die Finanzierung einer Skater-Anlage und anderer geplanter Freizeit-Angebote (Dirt-Biking-Bereich, Parcours- oder Paintball-Areal) ein Investor finden.

Spätestens im September letzten Jahres allerdings platze der Traum vom Skatepark auf dem Gundolph-Gelände wieder: Mit der Einrichtung der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge auf dem Gelände der Linsingen-Kaserne gerieten sämtliche Pläne für die Umwandlung der militärischen Flächen nach Abzug der Briten in Wanken. Für den auf dem Kasernengelände geplanten Bildungscampus – hier sollte sowohl die Elisabeth-Selbert-Schule, bislang an den Standorten Thibautstraße, Münsterkirchhof und Langer Wall beheimatet, in einem rund 37 Millionen Euro teuren Neubau zentralisiert als auch die Technische Akademie (TA), die an der Bahnhofstraße aus allen Nähten platzt, angesiedelt werden – musste ein neuer Standort her. Während die TA die Entwicklungen auf dem Linsingen-Kasernengelände lieber abwartete, fackelte der Landkreis in Sachen Neubau der Selbert-Schule nicht lange – und hob die Pläne kurzerhand auf den Gundolph-Park um. Ohne Skater-Anlage, versteht sich.

Nun sieht es allerdings so aus, als sei ein neuer Standort für einen Skatepark gefunden: Nur in einem Nebensatz erwähnte die Leiterin der Abteilung Stadtentwicklung und Planen im Rathaus, Michaela Klank, bei der letzten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses, dass für den Baileypark eine „Halfpipe geplant“ sei. Der Baileypark war ebenfalls ein britischer Depotstandort, auch er ist seit zwei Jahren ungenutzt. Am 24. August wird der Hamelner Rat entscheiden, ob das Gelände – erweitert um einige südlich angrenzende Grünflächen und einen Teil des Reimerdeskamps – umgebaut wird in ein Wohngebiet mit Gewerbe, Parkplätzen, Wegen, Grünflächen, Spielplatz sowie „ergänzenden Freizeit- und Erholungsangeboten“ – hierunter könnte auch ein Skatepark fallen.

Die Stadt hält sich noch recht bedeckt, was die genauen Pläne angeht. „Es ist geplant, eine Skater-Anlage zu entwickeln“, bestätigt eine Rathaus-Sprecherin – zunächst wolle man allerdings abwarten, ob das Stadtumbaugebiet Baileypark in das Städtebauförderprogramm „Stadtumbau West“ aufgenommen werde. Eine Entscheidung wird Ende des Jahres erwartet. Und bevor auf dem Gelände irgendetwas gebaut wird, sollen auch Kinder und Jugendliche und die Hamelner Skater- und BMX-Community befragt werden. Ein Vorbild könnte dabei die Stadt Bodenwerder sein: Dort entstand im Sommer 2014 eine nagelneue Skateranlage an der Oberschule, in deren Planung Sportler und erfahrene Skateparkbauer einbezogen wurden.



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