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Hochkarätig: Kulisse, Kostüme, Ensemble

„Sissi“ reißt auch als Musical mit

HAMELN. Die berühmte „Sissi“-Trilogie aus den 1950er-Jahren beeindruckt, fasziniert und fesselt bis heute noch immer Generationen von (zugegeben: vor allem weiblichen) Fernsehzuschauern mit ihrer Schauspielerriege, den Kostümen, imposanten Massenszenen, beeindruckenden Innenaufnahmen und herrlichen Landschaftsbildern.

veröffentlicht am 04.02.2018 um 17:25 Uhr

Glanzvolle Hochzeit in Wien: Sissi (Fedi Peters) und Franz Joseph (Fabian Klatt). Foto: sbr
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Autor

Sabine Brakhan Reporterin
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Und auch „Sissi“ – das Musical von Liebe, Macht und Leidenschaft, das am Samstagabend in Hameln gastierte, kann durchaus neben dem großen Vorbild bestehen und verfügt scheinbar ebenfalls über diese ganz besondere Magie. Anders kann man es wohl kaum beschreiben, wenn die eher nüchtern und funktional wirkende Rattenfänger-Halle mittels modernster Licht- und Projektionstechnik für einen Abend im kaiserlichen Glanz der Wiener Hofburg erstrahlen und das Publikum, das mit Szenenapplaus nicht sparte, mit einem einfachen Kulissendreh vom vornehmen Schloss Schönbrunn ins zünftig bayrische Possenhofen am Starnberger See oder in die Weiten der ungarischen Pusztalandschaft entführt wird. 140 nach originalen Schnittmustern hergestellte Kostüme der acht Hauptdarsteller sowie der mitwirkenden Tänzer samt passendem Schmuck und Haardesigns ließen die Erinnerungen an die farbenprächtigen 50er-Jahre-Filme eins zu eins auf der Bühne lebendig werden. Ein in jeder Hinsicht fantastisches Musical-Ensemble nahm die 500 Gäste mit auf eine musikalisch und schauspielerisch hochkarätige Reise in eine längst untergegangene Traumwelt, denn schließlich weiß das Publikum heute dank moderner Biografien, dass das Leben der Kaiserin Elisabeth ganz anders war, als es die Marischka-Produktion in der Mitte des letzten Jahrhunderts vermittelte. Aber soviel nüchterne Realität blendete das Publikum für gut zwei Stunden einfach aus, erfreute sich an den gesanglichen und schauspielerischen Höchstleistungen von Fedi Peters (Sissi), Fabian Klatt (Franz-Joseph) Adelheid Brandstetter und Margot Loibnegger in den Rollen der Erzherzoginnen Sophie und Ludovika sowie Alois A. Walchshofer als Erzherzog Max, Marco Antonio Lozano, der den Grafen Andrássy verkörperte, und Renata Szeretva (Nené). Wie in der Fernsehproduktion, avancierte ein glühender Verehrer „Sissis“ auch im Musical von der ersten Szene an zum absoluten Publikumsliebling: Als perfekte Reminiszenz an Oberst Böckl gab Kurt Hexmann den immer wieder „uhiiiii“-ausrufenden Major Krespl.

Freude in Possenhofen über die Hochzeit der Tochter. Foto: sbr
  • Freude in Possenhofen über die Hochzeit der Tochter. Foto: sbr
Sissi mit ihrem Vater (Alois A. Walchshofer). Foto: sbr
  • Sissi mit ihrem Vater (Alois A. Walchshofer). Foto: sbr
Publikumsliebling Major Krespl (Kurt Hexmann). Foto: sbr
  • Publikumsliebling Major Krespl (Kurt Hexmann). Foto: sbr


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