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Stadt arbeitet noch an Verbesserungen

Sirenen: Mal laut, mal leiser

Hameln. In der griechischen Mythologie lockten Sirenen durch ihren betörenden Gesang vorbeifahrende Fischer an. Allenfalls Odysseus und Orpheus gelang es, dem Gesang der Fabelwesen nicht zu erliegen. In Hameln erreichen die Geräusche der hochmodernen Sirenen auch nicht jeden: Während es an einigen Orten, wie etwa auf dem Rathausplatz, extrem laut ist, sind anderswo die Geräusche der Signalhupen nur unzureichend wahrzunehmen. Zwölf elektronische Sirenen im Hamelner Stadtgebiet sollen die Bevölkerung im Falle eines Atomunfalls warnen, darüber hinaus drei Feuerwehrsirenen. Installiert wurden die neuen Signalhörner, für die die Stadt 121 000 Euro investierte, im letzten Jahr. Bei zwei Probeläufen konnten die Hamelner bereits den schrillen Klang wahrnehmen – oder eben auch nicht. Während sich Wochenmarktbesucher auf dem Rathausplatz aufgrund des durchdringenden Klanges und dessen Lautstärke die Ohren zuhalten müssen, werden andere Bereiche der Stadt nicht ausreichend beschallt. „In einigen Gegenden hört man den Ton etwas schlechter. Wo die Orte sind, kann ich nicht genau sagen. Es gab umfängliche Erörterungen, aber ich kann nicht genau sagen, wo“, bemerkt Dieter Schur, Fachbereichsleiter für Recht und Sicherheit bei der Stadt Hameln. In den meisten Dörfern würde eine Anlage ausreichen, um alle Einwohner informieren zu können, in anderen Ortschaften aufgrund von Einflüssen durch die Berg- und Tallandschaft hingegen nicht. „Wir arbeiten dran, reden mit der Fachfirma und wollen das weiter ausfeilen. Zielrichtung ist, so viele Menschen wie möglich mit der Alarmierung zu erreichen. Da werden wir auch lauter werden müssen“, ergänzt Schur.

veröffentlicht am 24.02.2014 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 00:21 Uhr

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Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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Ein anderes Problem sei es, Bewohner warnen zu können, deren Häuser mit Schallschutzfenstern ausgerüstet seien. Der Verwaltungsfachmann erinnert daran, dass der Lärmpegel, so hoch wie er jetzt ist, zulässig ist. Die Stadt versuche die Lautstärke aber noch weiter zu erhöhen. Dazu müsse man mit der Firma reden, um mit den Schallwerten nicht in einen die Gesundheit gefährdenden Bereich zu kommen. Überlegt werde auch, weitere, in andere Richtungen ausgerichtete Schalltrichter zu installieren. Zudem sollen die drei Feuerwehrsirenen noch auf eine andere Tonlage umgerüstet werden. Auf Wunsch von Schur finden die Probeläufe nur einmal pro Quartal statt, „um die Bevölkerung nicht mehr als nötig zu belästigen“, wie er sagt. Der nächste Test wird am 5. April um 12 Uhr stattfinden. „Dann gucken wir weiter. Verbesserungen werden wir immer durchführen müssen“, meint Schur.

Sirenen wie diese sollen die Bevölkerung im Ernstfall warnen. Nicht überall aber sind sie gleich laut wahrzunehmen.Dana



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