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Nachwuchs-Darsteller bereiten sich auf ihre Rollen vor

Sie sind beim Medicus dabei

HAMELN. Durch ihr selbstbewusstes Auftreten, ihre Art, ihren Text vorzutragen und Emotionen zu vermitteln, hatten elf Kinder und Jugendliche in dem in Hannover stattfindenden Casting für das Musical „Der Medicus“ die Jury vor einigen Wochen bestens überzeugt.

veröffentlicht am 30.09.2018 um 16:25 Uhr

Rob (in der Szene gespielt von Habib) muss mit ansehen, wie es seiner sterbenden Mutter immer schlechter geht. In der Szene ist die Schauspielerin Larissa Windegger als Mutter zu sehen. Im Hintergrund Coach Christoph Bier. Foto: sto
Stolte Christiane

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Christiane Stolte Reporterin
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„Ihre Bühnenpräsenz war ausschlaggebend“, betont Schauspielcoach Christoph Bier. Beworben hatten sich 38 Kinder aus der Region Hannover und Hameln, um bei den Aufführungen des Musicals vom 14. Dezember bis 3. Januar im Theater Hameln mit auf der Bühne stehen zu dürfen – als junger Rob Cole und als seine beiden Schwestern. Hoch motiviert nahmen die künftigen Darsteller am Wochenende an einem Workshop im Weserberglandzentrum Hameln teil.

Der Traum, einmal im Leben auf den Brettern, die die Welt bedeuten zu stehen, ist zwar in Erfüllung gegangen, aber Erfolg kommt nicht von ungefähr. Schauspielen ist harte, disziplinierte Arbeit, haben die Kids in dem zweitägigen Workshop festgestellt. Sich glaubhaft in eine Rolle hineinzuversetzen, Emotionen zu transportieren und authentisch wirken vor einem großen Publikum will gelernt sein. „Jeder spielt seine Rolle anders“, so Christoph Bier. Insgesamt werden vier verschiedene Robs und sieben Schwestern auf der Bühne stehen. Sie wechseln sich von Aufführung zu Aufführung ab. Jette Klein (15), William Heise (10), Habib Bastürk (13) und Laurin Bode (11) werden den Rob spielen. Emma Siegmund, Hanna Louisa Menke, Tracy Lynn Tedja, Victoria Marjakaj, Uljana Yasenovskaya, Lena Witt und Johanna Westphal übernehmen die Rollen der Schwestern Ann-Mary und Claire. Johanna aus Aerzen ist die einzige Mitwirkende aus dem Raum Hameln. Ebenso wie ihre „Kollegen“ ist die Zehnjährige stolz, mit richtigen Stars wie Larissa Windegger, Sascha Kurth und Friedrich Rau auf der Bühne stehen zu dürfen. Wie sieht es mit Lampenfieber aus? „Haben wir noch nicht“, sind sich die jungen Darsteller einig. „Bei mir wird das erst kurz vorher kommen“, vermutet Laurin. Bis zu den Aufführungen dauere es ja noch etwas. Oberste Priorität habe derzeit der Gedanke: „Wie bringe ich meine Rolle rüber?“

„Ihr müsst selbstbewusst und mit allen Sinnen dabei sein“, appellierte Christoph Bier in dem Workshop. Es komme auf Kleinigkeiten bei der Gestik, Mimik und den Bewegungen an. Sogar auf richtiges Stehen, also die Haltung der Füße, komme es an. Schwierigster Teil der Rolle sei, die Emotionen glaubhaft zu vermitteln. Beispielsweise bei dem plötzlichen Tod der Mutter, den Rob und seine Schwestern verzweifelt mit ansehen müssen.

Coach Christoph Bier (li.) gibt William Tipps für ein selbstbewusstes Auftreten in seiner Rolle als Rob. Das Mädchen im Hintergrund: Johanna aus Aerzen als Robs Schwester. Musical-Star Sascha Kurth (re.) spielt in dem Stück den erwachsenen Rob. Foto: sto

Die vier Robs haben bereits an einem Workshop in Fulda teilgenommen, wo die Premiere der Aufführung des Musicals stattgefunden hatte. Sie und die Schwestern haben eine Filmversion erhalten, die sie sich nach Belieben zu Hause immer wieder ansehen können, um ihre Rollen zu vertiefen. Der Medicus wird sie bis zu den Aufführungen nicht mehr loslassen. Er ist zu ihrem ständigen Begleiter geworden. Habib hat sogar das Buch von Noah Gordon gelesen. „Die Handlung gefällt mir sehr gut“, so der Rob-Darsteller.

Zum Inhalt des Musicals: London im frühen Mittelalter. Der kleine Rob verliert seinen Vater und seine Mutter und wird zusammen mit seinen Schwestern zu Waisenkindern. Als die Kinder auch noch getrennt werden, ist Rob ganz allein. Er ist völlig verängstigt und auch verunsichert, weil er den Tod seiner Eltern bei der Berührung in seinen Händen gespürt hat. Ein fahrender Bader nimmt den Jungen bei sich als Lehrling auf und weiht ihn ein in die Geheimnisse der bis zu diesem Zeitpunkt in Europa bekannten Medizin.



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