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Nach 23 Jahren: Marion Komarek geht

Sie lässt die Sumpfe-Zeit hinter sich

Hameln. Die Sumpfe ist so etwas wie eine Familie für sie – „mit wechselnden Familienmitgliedern“. Marion Komarek gehört seit 23 Jahren dazu. Nun geht sie, mit dem vielzitierten weinenden Auge, „einem großen weinenden Auge“. Als Geschäftsführerin des Kultur- und Kommunikationszentrums scheidet die 50-Jährige zum 31. Januar 2015 aus, die „tiefe Verwobenheit“ mit der Kulturfamilie bleibt. Auch in Zukunft werde sie regelmäßig in der Sumpfe zu sehen sein – als Gast.

veröffentlicht am 30.10.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:05 Uhr

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Kerstin Hasewinkel

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Kerstin Hasewinkel Stv. Redaktionsleiterin zur Autorenseite
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Anlass für ihren Abschied ist eine neue berufliche Herausforderung. Es sei eine schwierige Entscheidung gewesen, aber eben „ein total schönes Angebot“, das ihre Neugierde geweckt habe. Die gebürtige Hamelnerin wird kaufmännische Geschäftsführerin der Firma Pica Design, die Schmuckverpackungen vertreibt und sich auf Expansionskurs befindet. Eine neue Herausforderung, die Komarek gegen die „Vor- und Nachteile“, die ein eingespieltes Team und Routine so mit sich bringen, eintauscht.

Es ist nicht gerade wenig, was sie aufgibt. Vor 23 Jahren stieß sie zur Sumpfe, die damals gerade an die Weser gezogen war. Anfangs war sie Buchhalterin. Seit vier Jahren ist die Mutter eines erwachsenen Kindes – zu ihrer Familie gehören zwei weitere „angeheiratete“ Kinder – nun Geschäftsführerin. Auch in dieser Funktion scheut sie nicht davor zurück, die Klos zu putzen, wenn die Reinigungskraft ausfällt. „Bei uns muss jeder alles machen.“

Der Vorstand des Sumpfe-Vereins, der den Schritt der „Chefin“ bedauert, ihr gleichwohl alles Gute für die Zukunft wünscht, steht ebenfalls vor einer Herausforderung: Einen Geschäftsführer zu finden, dem die Schuhe der Vorgängerin „passen“. Willi Westermann, erst seit der vergangenen Woche neuer Vereinsvorsitzender, hebt die Leistung hervor, die Komarek in den vergangenen vier Jahren vollbracht hat: „Sie hat alten Ballast hinter sich gelassen und die Sumpfe inhaltlich und finanziell neu aufgestellt“, so der Hannoveraner, der von Haus aus Kaufmann ist und weitere Vereine betreut und berät.

Weil er in Eimbeckhausen aufgewachsen ist, kennt er die Sumpfe nach eigenem Bekunden seit 30 Jahren und weiß um die wechselvolle Geschichte: „Die Sumpfe steht für ein Stück Kulturgeschichte in Hameln.“

Und ist mittlerweile etabliert. „Anfangs wurde sie kritischer gesehen“, weiß auch Komarek. Aber der Anspruch der Sumpfe, die kürzlich ihren 35. Geburtstag feierte, sei damals wie heute, Kultur für ein breites Publikum und alle sozialen Schichten anzubieten. Die Geschäftsführerin hat in den vergangenen Jahren verstärkt auf Projektarbeit gesetzt und ist Kooperationen mit anderen Einrichtungen und der Stadt Hameln („Kultur in den Höfen“) eingegangen. „Hameln ist nicht so groß, als dass es klug wäre, wenn jeder sein eigenes Süppchen kocht“, ist Komarek überzeugt. Nach ihrer eigenen Einschätzung übergibt die Geschäftsführerin ein gut aufgestelltes Haus, auch in finanzieller Hinsicht. Größere Investitionen stehen nicht an, gerade wurde in eine energetische Sanierung investiert.

Dass die Sumpfe gut aufgestellt ist, sieht auch der Verein so. Der Vorstand will sich den Herausforderungen, gemeinsam mit der neuen Geschäftsführung, stellen. Das Stellenangebot ist ausgeschrieben, die Suche läuft. Der oder die Neue sollte Erfahrung in der Geschäftsführung mitbringen, inhaltlich denken und Ahnung von soziokulturellen Zentren haben. „Und einfach reinpassen“, ment Westermann.

Künftig nur noch als Gast in der Sumpfe:

Marion Komarek, seit vier Jahren Geschäftsführerin, stellt sich beruflich einer neuen Herausforderung.

Dana



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