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Pokémon-Fans treffen sich am Hochzeitshaus

Sie kamen, sahen und spielten

HAMELN. Das Pokémon-Fieber breitet sich weiter aus: Am Freitagabend hatte die Facebook-Gruppe „Spotted: Hameln“ zur „Pokémon Go Tour“ aufgerufen, um die Fans der virtuellen Monster zusammenzubringen. 144 Facebook-Nutzer hatten im Vorfeld ihre Teilnahme zugesagt, mehr als 400 waren interessiert.

veröffentlicht am 15.07.2016 um 21:39 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:25 Uhr

Michael Zimmermann

Autor

Gastautor zur Autorenseite

Gekommen waren schließlich mehr als 60, die zunächst über den Platz vor dem Hochzeitshaus verteilt in Grüppchen auf ihre Smartphones schauen – bis sich Vadim ein Herz fasst und die Anwesenden bittet, sich um die Hochzeitshausterrasse zu sammeln.

Plötzlich kommt Leben in die Szenerie, als hätten alle nur darauf gewartet, dass der junge Mann mit der Schirmmütze das Heft in die Hand nimmt. Nach dem großen Gruppenbild sollen sich dann die einzelnen Teams sortieren: Rot, Gelb und Blau, nach berühmten Pokémon der ersten Stunde. Später wollen sie noch in Gruppen zu den sogenannten Kampfarenen gehen, um ihre Monster gegen andere antreten zu lassen.

Er wollte eigentlich nur mal schauen, wer in der Stadt noch so dabei ist, sagt der 26-Jährige, der „mit acht, neun Jahren“ die Zeichentrickserie aus Japan zum ersten Mal sah, und seitdem auch die dazu gehörenden Videospiele von Nintendo spielt. Für ihn ist das neue Smartphone-Spiel wie eine Reise in die Kindheit. „Ich habe als Kind immer davon geträumt, einmal Pokémon-Trainer zu sein“, erzählt er. Jetzt könne er endlich selbst losziehen und seine Lieblings-Pokémon suchen und einfangen.

2 Bilder
Einmal aufstellen zum Gruppenbild. Danach teilten sich die Spieler in Gruppen auf und zogen los. Foto: mz

Auch Tabea „freut sich jedes Mal“, wenn sie auf ihrem Bildschirm ein Monster erblickt. Sie findet das Spiel „ganz gut, aber die Server sind nicht stabil“. Gerade eben ist ihr die App schon wieder abgestürzt.

Am schönsten sei es, dass man rauskomme und sich bewegen müsse, um erfolgreich zu sein. Sie sei schon auf dem Klüt und am Hafen gewesen, um Pokémon zu sammeln. Beide finden, dass man dabei viele Leute kennenlernen kann. Wenn man rumgehe, sich ansehe und wisse, die anderen spielen auch gerade, verbinde das eben. Nur wegen des Spiels hat die 22-Jährige zum Beispiel den 17-jährigen Philipp kennengelernt. Nun ziehen sie gemeinsam los.

Manchmal komme man sich etwas dumm vor, wenn man mit dem Smartphone vor der Nase durch die Stadt laufe, sagen sie. „Aber am Ende machen es ja irgendwie alle.“



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