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Der DRK-Ortsverein Hameln feiert sein 125-jähriges Bestehen

Sie helfen, wo Not und Elend herrschen

Hameln. 150 Jahre Rotes Kreuz und 125 Jahre DRK-Ortsverein Hameln – das sind zwei Jubiläen, die würdig gefeiert werden wollten. Viele Freunde und Mitglieder des DRK-Hameln hatten sich gestern Abend dazu im Weserberglandzentrum versammelt – fast kein Stuhl blieb unbesetzt.

veröffentlicht am 27.09.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 01:41 Uhr

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Autor:

Wolfhard F. Truchseß
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Zwei Rückblicke gab es: Achim Rüter vom Ortsverein Lehrte zeichnete die Geschichte der von Henri Dunant 1863 in der Schweiz gegründeten Hilfsorganisation nach und Wolfgang Kaiser, der erste Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Hameln, ließ die Zuhörer die Geschichte der lokalen Organisation nachvollziehen. Es war die Schlacht von Solferino im Jahr 1859, deren Schrecken mit 40 000 Toten und Verwundeten Dunant ein Buch über seine Erfahrungen und Empfindungen an dem Schlachtort schreiben ließ. Es sollte die Initialzündung zur Gründung des Internationalen Roten Kreuzes (IKRK) sein. Wie ein Treppenwitz der Geschichte mutet es an, dass Dunant, 1868 verurteilt wegen eines betrügerischen Konkurses, aus der Gesellschaft ausgeschlossen wurde, in völliger Armut lebte, im Jahr 1901 aber doch noch gemeinsam mit Frédéric Passy, dem Gründer der „Internationalen Friedensliga“, den erstmals verliehenen Friedensnobelpreis erhielt.

Inzwischen ist das Rote Kreuz gemeinsam mit dem Roten Halbmond eine weltumfassende Organisation, die überall hilft, wo es Krieg und Katastrophen, Not und Elend, Hilfsbedürftigkeit und Hilflosigkeit gibt. Allein das Deutsche Rote Kreuz ist nach Darstellung Rüters in mehr als 50 Länder auf fast allen Kontinenten tätig und begleitet in Deutschland mit seinen Tausenden größtenteils ehrenamtlichen Mitarbeitern die Menschen von der Kita bis ins Pflegeheim.

Kaiser stützte sich in seiner Darstellung der Hamelner DRK-Geschichte auf das von seinem Vorgänger Wilfried Altkrüger zusammengetragene Material und hob besonders die unselige Zeit der Organisation unter dem Nationalsozialisten Emil Busching hervor, der als für die Polizei Verantwortlicher auch für die Deportation der Juden in die Vernichtungslager verantwortlich war. Nach einem Freispruch Ende der 1940er Jahre kehrte er in die Kommunalpolitik zurück, engagierte sich erneut im DRK, wurde in Hameln Ehrenvorsitzender und erhielt 1959 auf Vorschlag des DRK das Bundesverdienstkreuz. Altkrüger war es zu verdanken, dass Buschings Geschichte im Jahr 2009 ans Licht der Öffentlichkeit kam und der DRK-Ortsverein sich von ihm und der Verleihung des Ordens distanzierte. Unterhaltsam begleitet wurde der Festakt vom Generationenchor aus Emmerthal und dem kabarettistischen Duo Mani & Gerda.

3 Bilder

Bilder aus der Hamelner DRK-Geschichte: Flüchtlingskinder in einer Wellblechhütte im Jahr 1948 (li.); Ausbildung in der häuslichen Krankenpflege im Jahr 1968 und der „Tag des Roten Kreuzes“ 1949.DRK Hameln

Sabine Schippling, Generaloberin i.R. der DRK-Schwesternschaft überreicht Wolfgang Kaiser die Henri-Dunant-Plakette als Auszeichnung für das 125-jährige Jubiläum.wft



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