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Direktor Seutemann am Amtsgericht will den Fall in Landshut prüfen / Schärfere Kontrollen fallweise

Sicherheitsmaßnahmen „in Ruhe überdenken“

Hameln (tis). Bei der Schießerei im Landshuter Landgericht starben gestern zwei Menschen, zwei weitere wurden schwer verletzt. Zu der Frage, ob anlässlich dieses Falls auch das Amtsgericht Hameln Konsequenzen in Sachen Sicherheit ziehen wird, wollte dessen Direktor Dr. Herbert Seutemann gestern keine Auskünfte geben. „Mir ist dieser Fall noch nicht bekannt. Da ich die Fakten nicht kenne, werde ich dazu nichts sagen, und möchte aus dem hohlen Bauch heraus keine Erklärungen abgeben“, begründete Seutemann seine Zurückhaltung. Den Fall in Landshut wolle er in Ruhe prüfen, um dann über Maßnahmen nachzudenken.

veröffentlicht am 07.04.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 12.11.2016 um 03:21 Uhr

Das Hamelner Amtsgericht am Zehnthof.  Foto: Dana
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Im September des vergangenen Jahres hatte der Direktor erklärt, das Amtsgericht Hameln plane nicht, seine Sicherheitsvorkehrungen zu verschärfen. Gäbe es konkrete Hinweise, dass es zu Problemen kommen könnte, würde man reagieren, so der Amtsgerichtsdirektor. So geschehen, als es damals im Rahmen einer Verhandlung um Auseinandersetzungen an der Disco „Nachtschicht“ zu Tumulten gekommen war: Ein Zeuge war auf dem Flur angegriffen worden und in den Gerichtssaal geflohen, wo Pfefferspray versprüht und mit einer Pistole Reizgas verschossen worden waren, außerdem war ein Kurzschwert gefunden worden. Zwei Justizbeamte griffen ein, um Schlimmeres zu verhindern. Für die weiteren Verhandlungstage wurden daraufhin die Sicherheitsmaßnahmen erhöht mit einem Metalldetektor am Eingang und möglichen Personenkontrollen. Das Haus gegen jedes Risiko abzuschotten, sei aber nicht möglich, hatte Seutemann erklärt und betonte, dass das Abwägen zwischen Sicherheit und Öffentlichkeit eines Gerichtes wichtig und richtig sei. „Wir denken darüber nach, das richtige Mittelmaß zu finden“, so Seutermann im September.

Erhöhte Sicherheitsmaßnahmen im September 2008.  Archiv
  • Erhöhte Sicherheitsmaßnahmen im September 2008. Archiv

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