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Verkehrssicherheit ist ein großes Thema zum Schulanfang / „Gelbe Füße“ in Tündern erneuert

Sicher zur Schule kommen

TÜNDERN/HAMELN. In nicht einmal fünf Minuten sind sie schon auf dem Gehweg – die „Gelben Füße“ vor der Grundschule in Tündern. Mit einer Schablone, einer Spraydose mit gelber Farbe und – ganz wichtig – einem Paar Handschuhen sprüht Polizeioberkommissar und Schulpate Friedrich Meinberg die Orientierungshilfe zum Überqueren der Straße auf.

veröffentlicht am 23.08.2016 um 18:51 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 13:03 Uhr

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Autor:

Diana Koschorreck
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Schon seit vier Jahren zeigen die „Gelben Füße“ an vielen Orten in Tündern an, wo Schulkinder sicher über die Straße kommen. Die Idee ist, dass die Kinder auf den Fußabdrücken stehen bleiben, gucken, ob sich ein Fahrzeug nähert, und wenn dies nicht der Fall ist, die Straße überqueren. „Das hat auch etwas gebracht“, sagt Ralph Wissmann vom Förderverein der Schule, der die Farbe gespendet hat, „die Kinder orientieren sich sehr daran. Und sie sind an Stellen aufgemalt, wo sie die Autos am besten sehen können und die Autofahrer, die Kinder.“

Am Dienstag wurden die „Gelben Füße“ direkt gegenüber der Grundschule Tündern erneuert. Aber noch bis zu den Herbstferien wird geprüft, an welchen anderen Stellen im Stadtgebiet die Abdrücke aufgefrischt werden müssen. Denn die Überquerungshilfen gibt es zum Beispiel auch noch in Hastenbeck, Hilligsfeld, Wangelist, Holtensen, Klein Berkel und Afferde. Zusätzlich zu den „Gelben Füßen“ unterstützt die Polizei auch andere Aktionen zur Verkehrssicherheit in der Schulanfangszeit. „Auf Einladung der Lehrer, kommen wir zum Beispiel zu Elternabenden und klären über die Verkehrssicherheit auf“, sagt Polizeioberkommissar Friedrich Meinberg. Außerdem fänden morgens regelmäßige Schulüberwachungen statt, bei denen die Polizeibeamten für Schüler und Eltern sicht- und ansprechbar sind. Hier soll auch gezielt auf Verhaltensfehler im Straßenverkehr hingewiesen werden. Darüber hinaus kontrolliert die Polizei im Nahbereich von Schulen verstärkt den Kindertransport. Wurde die Anschnallpflicht eingehalten, steigen die Kinder zum Gehweg hin aus, haben sie eine Sitzerhöhung? Einen sogenannten „Schulwegplan“ hat bisher nur die Grundschule in Klein Berkel erstellt. Hier wird der empfohlene Schulweg aufgezeigt. „Um die Erstellung dieses Plans bemühen sich die Eltern oder Lehrer selbst. Aber wir sind auf jeden Fall beratend tätig“, sagt Polizeioberkommissar Meinberg.

Die Stadt unterstützt die Sicherheit der Schüler mit „Schule beginnt“-Bannern an verschiedenen Einfallstraßen, die die Autofahrer aufmerksamer machen sollen. Sie wurden in Zusammenarbeit mit der Verkehrswacht angebracht.

Insgesamt haben in diesem Jahr in Hameln etwa 511 Kinder mit der Schule begonnen. „Wir freuen uns, wenn viele von ihnen schon früh zu Fuß zur Schule kommen. So lernen sie direkt, Gefahren oder Geschwindigkeiten und Entfernungen einzuschätzen.“, sagt Meinberg, „denn wenn die Kinder immer gebracht werden, verhindert das ihre Entwicklung. Die Nichtteilnahme am Straßenverkehr heißt ja auch, dass sie sich nicht damit auseinandersetzen müssen.“



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