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Sexualstraftäter gefasst - Zehnjährige klärt Fall

veröffentlicht am 24.02.2010 um 16:55 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:36 Uhr

Afferde/Klein Berkel (ube). Dank einer pfiffigen 10-Jährigen ist es der Hamelner Polizei gelungen, einen seit Jahren gesuchten Sexualstraftäter zu identifizieren. Der mutmaßliche Serientäter soll jahrelang Grundschülerinnen, Eltern und Lehrer in Angst und Schrecken versetzt haben. Der Mann hatte sich mit seinem dunklen Kombi in der Nähe von Grundschulen stets kleinen Mädchen genähert und sich ihnen dann in schamverletzender Weise gezeigt. Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen 42 Jahre alten Mann aus Schieder-Schwalenberg. Die Polizeiinspektion Hameln und die Staatsanwaltschaft Hannover teilten gestern mit, der Tatverdächtige habe ein Geständnis abgelegt. Der mutmaßliche Exhibitionist sei erkennungsdienstlich behandelt worden. Heißt: Von ihm wurden Fotos gemacht, seine Fingerabdrücke sind gespeichert worden. Verhaftet wurde er jedoch nicht. Er befindet sich auf freiem Fuß. Fluchtgefahr bestehe nicht, sagte der Sprecher der Behörde, Oberstaatsanwalt Manfred Knothe. „Der Tatverdächtige hat einen festen Arbeitsplatz, ist nicht vorbestraft und zeigt Reue.“ Eine Wiederholungsgefahr besteht nach Meinung der Staatsanwaltschaft nicht. „Er hat eingesehen, dass er Mist gemacht hat und will sich dem Verfahren stellen. Bei seiner Vernehmung hat der Mann den Eindruck vermittelt, dass er so etwas nicht wieder tun wird“, sagte Knothe. Um den weiteren Ermittlungserfolg nicht zu gefährden, möchte die Polizei derzeit keine weiteren Angaben zu dem Geschnappten machen. So ist unbekannt, ob der Mann verheiratet ist und Kinder hat. Aus gut unterrichteten Kreise erfuhr die Dewezet, dass der Verdächtige beruflich nichts mit Minderjährigen zu tun hat.
 Wie viele Taten auf das Konto des Lippers gehen, steht noch nicht fest. Allein von Januar 2009 bis Januar 2010 soll er elf Mal zugeschlagen haben. Die Tatorte lagen in Hameln, Afferde, Klein Berkel, Hastenbeck, Emmerthal, Bad Pyrmont und Brevörde. Geprüft werde, ob der 42-Jährige für weitere Straftaten in Nordrhein-Westfalen infrage kommt, sagte Polizeioberkommissar Jörn Schedlitzki. Das Dunkelfeld könne sehr groß sein, meinen Experten, „denn nicht alle Kinder vertrauen sich ihren Eltern an, und nicht immer schalten Mütter oder Väter die Polizei ein“.



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