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Bis zu 150 000 Euro Sachschaden / Einsatz erst nach Mitternacht beendet

Sensoren reagieren nicht – Defekt sorgt für Feuer im Gummiwerk

Hameln (tis). Der Einsatz am Gummiwerk Otto Körting war für die Feuerwehr erst spät in der Nacht beendet. Dort war es am Montagabend zu einem Brand in einer Schleifmaschine gekommen, das Feuer hatte auf eine Filteranlage und einen Sammelbehälter für Gummiabrieb übergegriffen (wir berichteten). Ursache ist nach Polizeiangaben ein technischer Defekt an der Schleifmaschine. Der Sachschaden wird auf bis zu 150 000 Euro geschätzt.

veröffentlicht am 31.10.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 07:41 Uhr

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„Unsere Ermittlungen haben ergeben, dass es in der Schleifmaschine für Gummimatten während des ganz normalen Betriebs immer wieder zu einer Funkenbildung kommt“, berichtet Polizeioberkommissar Guido Krosta. Es sind aber Sensoren an der Maschine installiert, die diese Funkenbildung überwachen und ab einer erhöhten Anzahl von Funken reagieren sollen, um die weitere Verteilung der heißen Glut zu verhindern. „Diese Sensoren haben aus unbekannten Gründen nicht ausgelöst“, erklärt der Polizeisprecher. Die heißen Funken setzten dann zunächst den Gummiabrieb und -staub in Brand.

Das Feuer konnte sich nun aufgrund der nicht reagierenden Sensoren ungehindert in der Absauganlage, einer Förderschnecke, der Filteranlage und bis zu einem Sammelbehälter für den Schleifstaub ausbreiten. Auch in der Maschine selbst kam es zu einem Brand. Nach knapp einer Stunde war das Feuer in der Maschine und dem Sammelbehälter unter Kontrolle gebracht. Dann wurde zunächst der Bunker mit dem Schleifstaub per Hand entleert. Auch die Absaugkanäle zwischen Maschine und Filteranlage mussten teilweise demontiert werden, weil sich auch dort noch Brandnester befanden, heiße Bereiche mit der Wärmebildkamera aufgespürt wurden.

Der Einsatzleiter, Brandoberamtsrat Andreas Zerbe, berichtet: „Auch die Schleifmaschine mussten wir noch demontieren. Hier befanden sich am Boden der Maschine ebenfalls Schleifpartikel, die noch glommen.“ Eine zeitintensive Arbeit, die teilweise von den rund 80 eingesetzten Kräften nur unter Atemschutz durchgeführt werden konnte. Erst gegen 0.30 Uhr waren diese Arbeiten beendet, eine Viertelstunde später fast alle Kräfte wieder eingerückt. „Eine Brandsicherheitswache blieb bis gestern Morgen um 6 Uhr vor Ort. Sie musste noch einmal kleine Brandnester ablöschen. Dann haben wir die Einsatzstelle der Firmenleitung übergeben“, erklärt Zerbe.

Feuerwehrleute suchen nach Glutnestern an der Maschine.

Foto: tis



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