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Niedersachsen verzeichnet mehr Geburten – Hameln nicht

Senioren- statt Babyboom

Hameln. Nein, in Hameln nicht. Anders als das Land Niedersachsen kann Hameln keine frohe Kunde verlauten lassen, die da am Donnerstag hieß: denn uns wurden viele, viele Kinder geboren, mehr als in den Jahren zuvor. Nicht in Hameln.

veröffentlicht am 17.12.2015 um 17:05 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 12:46 Uhr

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Birte Hansen

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Birte Hansen-Höche Reporterin zur Autorenseite
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Auch hat Hameln weniger Frauen im gebärfähigen Alter zu bieten als Niedersachsen im Schnitt. Dafür leben hier prozentual mehr ältere Menschen als im gesamten Bundesland. So.

Im Jahr 2014 zählte die Stadtverwaltung laut der Veröffentlichung „Statistische Schriften“ 448 Geburten, 29 weniger als im Vorjahr – nichts mit Stopp dem Bevölkerungsrückgang durch natürliches Wachstum. Noch immer sterben weit mehr Hamelner als geboren werden. Hier kamen 2013 auf 10 Gestorbene 5,4 Babys. In Niedersachsen lag das Verhältnis im selben Jahr bei 10:7 und bundesweit bei 10:8.

Den höchsten Anteil von Menschen über 65 Jahre verzeichnet übrigens die Nordstadt (29,2 Prozent), dicht gefolgt von Wangelist (28,2 Prozent). Prozentual am wenigsten Senioren leben dagegen in der Altstadt (17,3 Prozent). So, und wo sind die Jungen? In Tündern. Sage und schreibe 21,4 Prozent macht dort die Altersgruppe der 16- bis 25-Jährigen aus. Mit Sternchen*, und dieses * bedeutet, dass die jungen Männer der Jugendanstalt dazu gezählt wurden … Zählt also nicht. Wirklich, ohne Anstalt, leben im Verhältnis die meisten Jungen in Klein Hilligsfeld (12,9 Prozent); sind aber gerade mal 16. Die meisten jungen Menschen, absolut, leben in „Hameln Mitte“.

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  • Jahr für Jahr werden weniger Hamelner Bürger geboren. jöh

Grund zum Jubeln geben die Zahlen mit Blick auf die Bevölkerungsentwicklung also nicht. Es gibt laut Stadtverwaltung „fortwährend deutlich mehr Sterbefälle als Geburten“, und der Bevölkerungsrückgang könne nur durch Zuwanderungen ausgeglichen werden.

Ein Aspekt der Zuwanderung allerdings stellt Hameln gerade vor eine Herausforderung, über deren Lösung die Mitarbeiter sich die Köpfe zerbrechen: Bis März muss Hameln 335 weitere Flüchtlinge per Quotenzuweisung aufnehmen. „Nur wo?“ – diese Frage ist zurzeit noch nicht beantwortet.



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