weather-image
22°
Standort für Bewegungspark gesucht

Senioren bleiben stur: Bürgergarten oder gar nichts!

Hameln (CK). Es ist eine Binsenweisheit: Bewegung tut Körper und Seele gut. Und das Schöne: Bewegen kann man sich in jedem Alter. Auch die Mitglieder des Hamelner Seniorenbeirates sind von den Segnungen der Leibesübungen überzeugt, weshalb sie – und zwar auf eigene Kosten – einen Bewegungspark für Senioren in Hameln schaffen möchten, anfangs etwas despektierlich auch „Seniorenspielplatz“ genannt. Doch jetzt knirscht es mächtig im Gebälk. Der Streit um einen geeigneten Standort spitzt sich zu.

veröffentlicht am 28.04.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 12:41 Uhr

270_008_5436156_hm302_2804.jpg
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Der Seniorenbeirat, dem die Idee von Norbert Raabe, dem Geschäftsführer des Paritätischen, angetragen worden war, möchte die Einrichtung im Bürgergarten installieren lassen. Die Kriterien: gute Erreichbarkeit, zentrale Lage, Bänke und Toiletten in der Nähe, nicht direkt auf dem Präsentierteller, aber auch nicht versteckt hinter Hecken oder Mauern. Der Bürgergarten, so die einhellige Meinung der Senioren, biete diese Voraussetzungen am ehesten. Und dabei soll das Ganze die Stadt nicht einmal etwas kosten: „Wir würden selbst 30 000 Euro dafür investieren, die wir dank der Hilfe von Sponsoren zusammenbekommen würden“, versichert Beiratsvorsitzender Horst-Dieter Bieri.

Nur: Ganz so einfach scheint die Sache nicht zu sei. Bereits vor rund drei Wochen hatte Ralf Wilde, Leiter des Fachbereichs Umwelt und technische Dienste, seine Bedenken vorgetragen: Im Bürgergarten fänden viele Veranstaltungen wie Weinfest oder Konzerte statt, dabei seien die Sportgeräte hinderlich und könnten zudem beschädigt werden. Außerdem müsste die Stadt für Pflege, Wartung und andere Folgekosten aufkommen. Dem Vorschlag von Raabe, das der Freiwilligenagentur des Paritätischen zu übertragen, setzte Wilde haftungsrechtliche Gründe entgegen. Sein Vorschlag: Finkenborn oder Scharnhorst-Gelände.

Stadträtin Gaby Willlamowius sieht das Ganze offenbar weniger kritisch. Sie möchte Hameln im wahrsten Sinne des Wortes in Bewegung setzen und hat dem Seniorenbeirat vorgeschlagen, entsprechende Förderanträge bei der Eugen-Reintjes-Stiftung zu stellen. Und die Beirats-Mitglieder wollen sich und altersgerechte Sportgeräte auch am Tag der Bewegung am 12. Mai rund um das Hochzeitshaus der Öffentlichkeit präsentieren.

Doch allein damit will sich der Seniorenbeirat nicht zufriedengeben: Am Donnerstag, 10. Mai, um zehn Uhr trifft sich das Gremium im A.R.A., um erneut über das Thema Bewegungspark zu beraten. „Der Schwarze Peter liegt jetzt eindeutig bei der Stadt“, sagt Bieri. Seine Mitglieder jedenfalls, da ist er sich sicher, werden bei ihrer harten Linie bleiben: „Entweder Bürgergarten oder gar nichts“, lautet die Auskunft des Vorsitzenden.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Mehr Artikel zum Thema
Anzeige
Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare