weather-image
24°

FDP-Fraktionsvorsitzender gegen höhere Bürgermeisterbesoldung

„Selbstbedienungsladen“ muss ein Riegel vorgeschoben werden

Hameln-Pyrmont (ni). Der Vorsitzende der FDP-Fraktion im Hameln-Pyrmonter Kreistag, Heinrich Fockenbrock, hält eine bessere Bezahlung der hauptamtlichen Bürgermeister und Landräte für unangebracht. Im Vergleich zu anderen Landesbeamten seien die Hauptverwaltungsbeamten „schon heute eher über- als unterbesoldet“, so der Liberale.

veröffentlicht am 17.08.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 08.11.2016 um 05:21 Uhr

Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

In einem Schreiben an den Vorsitzenden der FDP-Landtagsfraktion, Christian Dürr, fordert Fockenbrock die Fraktion auf, sich gegen eine Höhergruppierung der Hauptverwaltungsbeamten auszusprechen. In seiner Argumentation verweist er darauf, dass ein solcher Schritt nicht nur wegen der desolaten Finanzsituation der Kommunen unakzeptabel sei. Vielmehr sei die Besoldung der Hauptverwaltungsbeamten im Vergleich zu Spitzenfunktionen der Landesbeamten etwa bei der Polizei, der Justiz und der Finanzverwaltung „schon heute völlig überzogen“. Als für die in seinen Augen ungerechte Bewertungs- und Beförderungspraxis bei Verwaltungs- und anderen Landesbeamten führt Fockenbrock in seinem Brief an Dürr Beispiele auf. So könne es nicht sein, dass Hauptverwaltungsbeamte kleiner Gemeinden im Landkreis mit 30 Mitarbeitern genauso besoldet würden wie beispielsweise die Leiter von Polizeiinspektionen mit über 400 Beamten und der Verantwortlichkeit für zwei Landkreise.

Heftige Kritik übt Fockenbrock auch am Niedersächsischen Städte- und Gemeindebund, der schon seit längerem eine Reform der Besoldungsverordnung fordere. In dem kommunalen Spitzenverband der kreisangehörigen Städte, Gemeinden und Samtgemeinden „sind die Bürgermeister, Oberbürgermeister und Landräte unter sich“, sagt der Liberale. Es werde Zeit, „diesem Selbstbedienungsladen einen Riegel vorzuschieben“. Wie die Dewezet gestern berichtete, hat das niedersächsische Innenministerium in seinem als vertraulich gehandelten Reform-Vorschlag eine Höhergruppierung der Bürgermeister und Landräte vorgesehen. Die hauptamtlichen Bürgermeister kleiner Gemeinden würden danach monatlich bis zu 1531 Euro mehr verdienen. Der Bund der Steuerzahler kritisiert die geplanten Änderungen als ungerechtfertigt und überzogen.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?