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Anwohner klagen weiter über Autolärm, Dreck und Raserei / Stadt hat Verkehr gezählt

Selbst Mieter verlassen die Basbergstraße

Hameln (CK/HW). Es wird gerast, es ist laut, es ist – je nach Witterung – auch staubig: Glaubt man den Anliegern, ist das Wohnen an der hoch belasteten Basbergstraße eine Zumutung. Bereits im vergangenen Sommer hatten einige Anwohner im Rahmen der Dewezet-Serie „Hier leben wir“ die Zustände an diesem Straßenzug beklagt, der von vielen Verkehrsteilnehmern – besonders von Lkw-Fahrern – als Abkürzung benutzt wird, wenn sie von der Bundesstraße 217 in Richtung Autobahn fahren möchten. Und auch am Dewezet-Lesertelefon häufen sich die Klagen. So hat etwa Siegmund Besecke – er besitzt ein Zwölf-Parteien-Haus an der Basbergstraße – Probleme, Mieter für seine Immobilie zu finden beziehungsweise sie überhaupt zu halten.

veröffentlicht am 25.01.2011 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 06:41 Uhr

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Bürgermeister Herbert Rode (SPD) hatte sich bereits im vergangenen Sommer für die Anwohner starkgemacht und angekündigt, sich für eine Verbesserung der Situation einsetzen zu wollen, doch geschehen ist bislang nicht viel. Nach wie vor rattern Tag und Nacht schwere Lastwagen über die Basbergstraße und sorgen für zum Teil unerträglichen Lärm, der es den Anwohnern verbietet, nachts bei geöffnetem Fenster zu schlafen. „Oft wackeln die Tassen in den Schränken“, klagt eine Hausbesitzerin. Doch mehr als eine Geschwindigkeitsmessung durch den Landkreis Hameln-Pyrmont hat es bislang nicht gegeben. „Die Tempoüberschreitungen waren so minimal, dass der Landkreis auf weitere Messungen verzichten will“, sagt Rode. Nach Meinung des Sozialdemokraten sei es schwierig, den Schwerlastverkehr von der Basbergstraße wegzubekommen. „Das bringt nichts, denn dann kommt es zu einer Verlagerung des Problems“, so Rode, der aber auf Anfrage ankündigt: „Ich bleibe weiter an diesem Thema dran, denn mich hat das Ergebnis nicht befriedigt. Auch habe ich Zweifel, ob die Messungen zum richtigen Zeitpunkt stattgefunden haben.“

Ralf Wilde, der städtische Fachbereichsleiter Umwelt und technische Dienste, informierte im Bauausschuss nun auch die Politiker der verschiedenen Fraktionen über das Problem. Wilde sagt, dass für eine Verkehrsanalyse des problematischen Bereichs Basbergstraße/Fahlte zwar 80 000 Euro im neuen Etat veranschlagt worden sind, der Haushalt aber erst noch genehmigt werden müsse.

„Wir haben seitens der Stadt auch selbst schon gezählt“, sagte Wilde. Und der Kreis habe morgens zwei Stunden lang die Geschwindigkeit gemessen. Ergebnis: Bei 655 kontrollierten Fahrzeugen gab es lediglich fünf, die zu schnell waren. Kommentar eines Zuhörers. „Zu schnell gefahren wird dort ja auch vor allem dann, wenn wenig los ist.“



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