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Jörg Espenhain stellt 37 Werke in der Praxis am Posthof aus

Seinem Stil wäre er trotz Krankheit treu geblieben

Hameln (git). In einer öffentlichen Ausstellung offenbart der Künstler in der Regel etwas von seiner Persönlichkeit. Die Liebe zu bunten Farben beispielsweise oder den Hang zu abstrakten Motiven. Der Afferder Jörg Espenhain liebt die Realität und den „feinen Strich“. Beides ist zu sehen in der Ausstellung „Federstrich“ in der „Praxis am Posthof“.

veröffentlicht am 29.04.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 12.11.2016 um 00:41 Uhr

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Dort sind Federzeichnungen, Radierungen, Linolschnitte und Aquarelle zu sehen. Als Motive dienten dem Künstler unter anderem Menschen, Tiere, Gesichter und Gegenstände der heutigen Zeit. Ausgestellt werden auch drei Bilder mit der von ihm Mitte der 80er Jahre entwickelten Technik „Polaroid ohne Fotoapparat“. Bei diesen Werken hat sich Espenhain der Technik des Sofortbildes bedient, diese aber ohne Belichtung und Walzenfunktion durch die Kamera verwendet.

Neben seinen stilistischen Vorlieben offenbaren Espenhains Bilder vor allem auch einen auf Papier gebrachten Lebensabschnitt – seine Jahre als aktiver Künstler. Von 1982 bis 1992 hatte er Lehramt mit Richtung Kunst studiert und in dieser Zeit beispielsweise „the mystic kitchen“ geschaffen. Eine Federzeichnung, die besonders durch ihre intensive Colorierung ins Auge fällt. Aber auch der eher düster wirkende „Mann im Regen“ mit dem im Wind aufgeblähten Mantel fängt die Blicke der Gäste ein.

Alle 37 ausgestellten Bilder sind aus dem Lebensabschnitt, an den Jörg Espenhain körperlich heute nie wieder anknüpfen kann. Als bekennender Realist habe er seine Multiple-Sklerose-Erkrankung mittlerweile akzeptiert. Wäre er motorisch noch fähig, die Krankheit auf die Leinwand zu bannen, so würde er sie heute nach eigenen Angaben so malen wie alle seine Bilder: „Real und detailliert.“ Doch er fügt an, dass „seit dem Ausbruch der Krankheit im Jahre 1992 kein künstlerisches Schaffen mehr möglich ist“. Umso mehr wolle sich der Künstler nun anderen Herausforderung stellen, wie beispielsweise der eigenen Ausstellung. Lobende Worte für Espenhain fand der Hamelner Künstler Reinhard Lange: „Der junge Mann hat seine Motive mit Gefühl aufs Papier gebracht.“

Die Ausstellung „Federstrich“ ist noch bis zum 10. August in der Praxis am Posthof zu sehen – werktags von jeweils 8 bis 18 Uhr, mittwochs von 8 bis 12 Uhr.



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