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Klaus Nolting ist im Alter von 77 Jahren verstorben

Sein Wort hatte Gewicht

HAMELN. Er war der, den man mit Fug und Recht einen bürgernahen Politiker nennen kann – ein aufrechter Sozialdemokrat ohne politische Skandale, ein Kämpfer für Gerechtigkeit, aber auch ein fröhlicher Familienmensch, der für seine Frau und seine beiden Töchter bei aller politischen Arbeit immer noch gemeinsame Zeit fand. Im Alter von 77 Jahren ist der langjährige SPD-Landtagsabgeordnete Klaus Nolting verstorben.

veröffentlicht am 01.09.2017 um 18:31 Uhr

SPDler, Politiker, Abgeordneter: Klaus Nolting. Foto: Archiv
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Autor

Christa Koch Reporterin

Nach dem Besuch der Volksschule begann Nolting eine Aus- und Fortbildung bei der Deutschen Bundespost und war lange Jahre Betriebsleiter beim Postamt 2 in Hameln. Schon früh engagierte er sich bei der Deutschen Postgewerkschaft, der er 1955 beitrat. Und – für ihn folgerichtig – 1959 auch der SPD.

Die Fülle seiner Aufgaben und Ämter im Rahmen der Sozialdemokratie zeugt von einem wahrlich beeindruckenden Engagement: Von 1973 bis 1977 und von 1981 bis 2001 war der Verstorbene Mitglied im Ortsrat seines Wohnortes Klein Berkel, den er von 1991 bis 1994 auch als Ortsbürgermeister führte. 20 Jahre lang, nämlich von 1986 bis 2006, hatte er Sitz und Stimme im Hamelner Rat, wo er von 1996 bis 2006 die SPD-Fraktion leitete. Und von 1990 bis 2003 vertrat er die Interessen der Region als Abgeordneter im Landtag.

In vielen weiteren Funktionen hat er sich außerdem für seine Mitbürger eingesetzt, darunter im Aufsichtsrat der HWG, in der Europa-Union, der AWO oder dem Verein zur Betreuung Schwerbehinderter in Coppenbrügge.

Noltings Wort hatte Gewicht. Seine Erfahrung, aber auch sein offenes, zugewandtes Wesen machten ihn zu einem angenehmen Gesprächspartner, der auch von den Weggefährten aus anderen Parteien geschätzt wurde. Wer ihn überzeugen wollte, der brauchte gute Argumente, denn trotz aller Verbindlichkeit im Ton konnte er durchaus hart und kämpferisch in der Sache sein. Aber wenn es sie gab, diese Argumente, dann zeigte er sich ihnen auch zugänglich. Ein Dogmatiker war er nie. Neben allem politischen Engagement vergaß Nolting aber auch das Gesellige nie. So war er unter anderem ein ebenso treuer wie begeisterter Grenzbezieher, der sich Jahr für Jahr auf den Weg zum Marsch um Hamelns Grenzen machte. Und zwar in langen roten Strickstrümpfen. Den Begriff der „roten Socken“ hat er so mit einem Augenzwinkern wörtlich genommen. Nicht nur die SPD, sondern ganz Hameln hat Klaus Nolting Etliches zu verdanken.



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