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Insolvenzverwalter: Gehälter der Mitarbeiter vorerst gesichert

Sedai Druck ist pleite: Rund 190 Jobs in Gefahr

HAMELN. Jetzt hat es Sedai selbst erwischt: Hatte die Sedai Druck GmbH & CO. KG aus Hannover im Sommer 2015 noch die insolvente Hamelner Druckerei Printmedienpartner GmbH (PMP) übernommen, hat sie am Mittwoch nun selbst Insolvenz angemeldet.

veröffentlicht am 01.02.2018 um 16:49 Uhr
aktualisiert am 01.02.2018 um 17:20 Uhr

Die Sedai Druck GmbH & Co. KG in Wangelist hat am Mittwoch den Antrag für ein Insolvenzverfahren gestellt. Foto: Dana
Philipp Killmann

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Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite
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Die Druckerei in der Böcklerstraße 13 ist pleite. Bereits Ende des vergangenen Jahres hatte sich abgezeichnet, dass es bei Sedai nicht mehr ganz und läuft. Das Unternehmen wollte in Bad Nenndorf ein Grundstück kaufen und dort 50 Millionen Euro in ein neues Druckzentrum investieren. 200 neue Arbeitsplätze sollten damit in der Kurstadt entstehen. Doch der Kauf des Grundstücks zog sich hin. Über ein Jahr lang tat sich nichts. Die 1,6 Millionen Euro wurden nie an den Eigentümer, die Stadt Bad Nenndorf, gezahlt. Anfang Januar wurde dann bekannt, dass der Deal geplatzt war. Das Unternehmen schien also schon länger Liquiditätsschwierigkeiten zu haben. Nun ist es amtlich: Am Mittwoch hat die Sedai GmbH beim Amtsgericht Hameln Insolvenz angemeldet. Insolvenzverwalter ist Rechtsanwalt Dr. Rainer Eckert.

„Der Geschäftsbetrieb läuft weiter, die Gehälter der rund 190 Mitarbeiter sind bis einschließlich März über Insolvenzgeld gesichert“, teil Michael Schütte von der Anwaltskanzlei in Hannover auf Anfrage der Dewezet mit. Schütte rechnet damit, dass das Insolvenzverfahren spätestens am 1. April eröffnet werden können. Der Insolvenzverwalter suche nun nach der „besten Sanierungsvariante“, um den Betrieb auf Dauer aufrechtzuerhalten. Die könne etwa in einem Investor bestehen. Doch der muss sich erst mal finden. Schütte ist aber optimistisch. „Die Lieferanten beliefern uns weiter, ihr Vertrauen sowie auch das der Kunden haben wir“, sagt er. „ Das sind gute Voraussetzungen, dass es klappt.“

In der Böcklerstraße 13 befand sich einst die Druckerei CW Niemeyer. Im Zuge eines Management-Buy-outs im Jahr 2010 wurde aus der CW Niemeyer Druck GmbH die Printmedienpartner GmbH (PMP). Als die PMP gut fünf Jahre später Insolvenz anmeldete, war sie von der Sedai Druck GmbH & Co. KG übernommen worden.



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