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Verwaltung bringt Kunstrasenplatz wieder ins Gespräch

Sechs Alternativen für Nordstadt-Kita - Zwei Favoriten

HAMELN. Dass in der Nordstadt eine neue Kindertagesstätte entstehen soll, ist unstrittig, die Standortfrage dagegen ist offen. Jetzt legt die Stadtverwaltung ein Papier vor, in dem sechs mögliche Standorte genannt werden. Zwei davon scheinen favorisiert zu werden, darunter der Kunstrasenplatz an der Süntelstraße.

veröffentlicht am 04.04.2018 um 16:46 Uhr

Der ehemalige britische Kunstrasenplatz an der Süntelstraße ist ein möglicher Standort einer neuen Kindertagesstätte. Foto: dana
Birte Hansen

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Birte Hansen-Höche Reporterin zur Autorenseite
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Die Planungssicherheit könnte kaum geringer sein: Nachdem die Landesregierung eingeführt hat, dass Eltern nicht mehr für einen Kita-Platz bezahlen müssen und ihnen außerdem noch eine größere Wahlfreiheit bezüglich des Einschulungstermins ihrer Kinder, wissen weder Kitas noch Kommunen, wo sie wann mit wie vielen Kindern rechnen können. Dass aber in der Nordstadt eine neue Kindertagesstätte entstehen soll, ist unstrittig, die Standortfrage dagegen ist offen. Jetzt legt die Stadtverwaltung ein Papier vor, das es den Politikern möglichst einfach machen soll, eine Entscheidung zu treffen. Am Ende des Prozesses könnten zwei Kreuzchen stehen: Eines für einen von sechs möglichen Standorten und eines für die Gruppenstärke.

Jeder Standort wurde auf seine Vor- und Nachteile untersucht, Kriterien waren Grundstücksgröße und mögliche Konzepte hinsichtlich des Angebots, Anbindung an den Nahverkehr, wirtschaftliche Faktoren bei nötigen Grundstückskäufen und zeitliche Rahmenbedingungen. Zwar hatte der Rat sich für einen Neubau für maximal vier Gruppen entschieden, doch zu jenem Zeitpunkt waren die Voraussetzungen in Niedersachsen andere. Jetzt zieht die Stadt die gesetzliche maximale Größe von fünf Gruppen für ihre Überlegungen heran, weil mittlerweile „mit einem erheblichen Mehrbedarf an Kitaplätzen“ zu rechnen sei. Fünf Gruppen – das geht laut Verwaltung nur an vier von sechs möglichen Standorten: Ravelin Camp, Linsingen Kaserne, Thibautstraße und Sportplatz Süntelstraße. Dass der Sportplatz trotz anderslautender Beschlussfassung wieder ins Gespräch gebracht wird, könnte einige Schulen verärgern: Sie hatten Bedarf für den Schulsport angemeldet. Den aber habe die Verwaltung nach eigener Schilderung nicht verifizieren können. Außerdem habe der Landkreis keine Mittel für einen gemeinsamen Kauf des Kunstrasenplatzes in den Haushalt eingestellt.

Die Matrix, in der die Stadtverwaltung die Standortbewertungen festgehalten hat, spricht eine deutliche Sprache. Danach scheinen der Kunstrasenplatz an der Süntelstraße und mit Abstrichen der ehemalige britische Kindergarten am Bertholdsweg die besten Adressen für eine neue, große Kita zu sein. Allerdings böte letzterer nur Platz für höchstens vier Gruppen und könnte keine heilpädagogischen Gruppen anbieten. An beiden Orten könnten aufgrund der Nähe zu den jeweiligen Schulen in der Zukunft Bildungshäuser entstehen. Eine Kita am Bertholdsweg könnte zudem aufgrund der Nähe zur Grundschule Hohes Feld dort die Räume mitnutzen und umgekehrt. In beiden Fällen gibt die Stadt einen möglichen Baubeginn von Mitte/Ende 2019 an.

Gegen eine Kita auf dem Ravelin Camp spricht aus städtischer Sicht ein später Baubeginn: Frühestens Ende 2020 könne es dort losgehen; außerdem gibt es dort keinerlei Anbindung an eine Schule, was als Minus-Punkt gewertet wird. Das Grundstück an der Thibautstraße wiederum, auf dem zurzeit noch die Elisabeth-Selbert-Schule angesiedelt ist, gehört dem Landkreis, und der wolle das Gelände nur in Gänze vermarkten, wenn die Schule auf das Areal der Linsingen-Kaserne umgezogen ist. Dort wiederum könnte zwar eine große Kita entstehen, und eventuell könnte sich eine Kita günstig auf den Kaufpreis des Geländes auswirken, doch als nachteilig wertet die Stadt, dass eine Kita dort in Konkurrenz zu anderen Nutzungsbedarfen stünde und die verfügbare Fläche reduzierte. Die Stadtverwaltung empfiehlt, die Standorte Thibautstraße und Ravelin Camp als mögliche Reserve für weitere Kita-Plätze im Auge zu behalten.

Info: Am Donnerstag, 5. April, ab 16 Uhr tagt der Kita-Ausschuss in der Mensa der Theodor-Heuss-Realschule.



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