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Vorbereitungen für die Bergung des Havaristen haben begonnen

Schwimmgreifer im Einsatz

HAMELN. Im Hafen haben am Freitagvormittag die Vorbereitungen für die Bergung des leckgeschlagenen Hausboots begonnen. Es könnte eine der kompliziertesten Schiffsbergungen werden, die es jemals an der Oberweser gegeben hat.

veröffentlicht am 10.02.2017 um 18:06 Uhr
aktualisiert am 10.02.2017 um 18:55 Uhr

Präzisionsarbeit im engen Hafenbecken: Der Schwimmgreifer „Bodenwerder“ schiebt einen 18 Meter langen Prahm neben den Havaristen (im Vordergrund). Foto: ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Der Rumpf der 1938 gebauten ehemaligen Kornschute liegt zum Großteil unter Wasser. Der von zwei kraftvollen Motoren angetriebene Schwimmgreifer „Bodenwerder“ des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Hameln schob einen 18 Meter langen Prahm über das drei Zentimeter dicke Eis. Im engen Hafenbecken wurde die Frachtschute kurz darauf mithilfe des Baggerauslegers in die richtige Position gebracht. Bevor die Arbeitsschute an der Backbordseite des Havaristen festgemacht werden konnte, musste der Baggerführer aber erst einmal Treibeis und der Hafenvereinsvorsitzende Knut Brokate einen Ponton aus dem Weg räumen. Weil die Fahrgastschiffe der „Flotte Weser“ im Schutzhafen „überwintern“ und am Rand des Hafenbeckens mehrere Hausboote liegen, musste die Besatzung der „Bodenwerder“ Präzisionsarbeit leisten. Der Schubverband war immerhin 47 Meter lang.

Der 30 Tonnen schwere Havarist ist 20 Meter lang und fünf Meter breit. Das Heck liegt auf dem Grund, der durchgerostete Rumpf ist inzwischen komplett vollgelaufen. Es könnte eine der kompliziertesten Schiffsbergungen werden, die es jemals an der Oberweser gegeben hat. Ab Mittwoch soll damit begonnen werden, die ehemalige „Liberty“ zu leichtern. Das bedeutet: Experten des Abbruchunternehmens Otto werden mit Brechstangen und Kettensägen die Aufbauten entfernen. Vier bis fünf Tage sollen diese Arbeiten dauern. Metallteile und Holzbretter werden in die Frachtschute geworfen. Sie kann 45 Tonnen Schüttgut aufnehmen. Am 24. Februar rückt das Technische Hilfswerk an. Spezialisten werden Löcher in das Boot brennen. Am darauffolgenden Tag wird das THW das Boot leerpumpen und mit Pontonfähren zur Kaimauer vor der ehemaligen Wesermühle schleppen. Bergungsunternehmer Andreas Schmidt will den Havaristen dort mit zwei großen Kränen aus dem Wasser heben.



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