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Such- und Rettungsaktion am Wehl / 16-jähriger Mountainbike-Fahrer mit lebensgefährlichen Verletzungen in Klinik geflogen

Schwerer Fahrradunfall im Wald

Hameln. Im Hamelner Waldgebiet „Wehl“ hat sich am späten Dienstagnachmittag ein schwerer Fahrradunfall ereignet. Die Polizei teilte gestern mit, ein 16-jähriger Hamelner habe sich dabei lebensbedrohliche Verletzungen zugezogen. „Nach Auskunft der behandelnden Ärzte soll sich der Jugendliche derzeit in einem kritischen, aber stabilen Zustand befinden“, sagte Oberkommissar Jens Petersen. Er wird auf der Intensivstation der Medizinischen Hochschule behandelt. Die Besatzung des Rettungshubschraubers „Christoph 4“ hatte das Opfer noch am Abend nach Hannover geflogen. Nach dem Notruf war eine Such- und Rettungsaktion gestartet worden.

veröffentlicht am 23.04.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 13.01.2017 um 08:54 Uhr

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Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Der Junge und sein 17-jähriger Freund waren zum Waldgebiet „Brandkopf“, nordöstlich des Waldfriedhofs „Wehl“, gefahren, um dort mit ihren Mountainbikes einen sogenannten „Singletrail“ (sehr schmaler Pfad) abzufahren. „Die Strecke ist anscheinend von Mountainbikern zu Sportzwecken selbst angelegt und mit einer kleinen Sprungschanze ausgestattet worden“, erzählt Petersen. Während der Ältere am Start wartete, fuhr der 16-jährige Hamelner den abschüssigen Weg hinab. Kurz vor dem Ziel stürzte der Fahrradfahrer schwer. Obwohl er einen Helm trug, zog er sich lebensgefährliche Verletzungen zu.

Der 17-Jährige hörte den Aufprall – er eilte dem Bewusstlosen zu Hilfe, verständigte den Rettungsdienst und bat einen Bekannten via Handy, ihm bei den Sofortmaßnahmen zu helfen.

Als das Rettungsteam der Feuerwehr das Ende der Einsteinstraße erreicht hatte, ging es zu Fuß in den Wald und forderte Verstärkung an. Ein junger Motorradfahrer bot seine Hilfe an. Er fuhr einen Sanitäter nach dem anderen zum Unglücksort. Die Hamelner Feuerwehr rückte zeitgleich mit Tanklöschfahrzeug, Rüst- und Rettungswagen aus, fuhr nach Holtensen und suchte von dort aus nach dem Verletzten. Am Burckhardtweg wurden die Helfer fündig. Hauptbrandmeister Marc Zobel lotste das Notarztfahrzeug über Funk zur Unfallstelle, nahm Kontakt mit der Besatzung des Rettungshubschraubers auf und gab die GPS-Koordinaten durch. Währenddessen halfen Feuerwehrleute bei der Erstversorgung des Opfers. Am Unglücksort konnte der Pilot allerdings nicht landen. Er flog deshalb eine Fläche oberhalb des Friedhofs an. Das Problem: Die Besatzung wusste nicht, wo genau sie war. Die Suche nach der Maschine verlief zunächst ohne Erfolg. Markus Weber, stellvertretender Stadtbrandmeister, und die Besatzung des Tanklöschfahrzeugs spürten die Luftretter in der Nähe des Krematoriums auf. Sie waren zu Fuß unterwegs. Zu dieser Zeit entschied die Notärztin, den Schwerverletzten sofort zur Notaufnahme des Sana-Klinikums zu fahren. Weber brachte das Rettungsteam des Helikopters dorthin. Der Pilot flog die Maschine zum Krankenhaus-Landeplatz.

Oberkommissar Jens Petersen, der Mitglied der Arbeitsgruppe Zivilcourage ist, lobte den Einsatz der Ersthelfer. „Der 17-Jährige und der Motorradfahrer, von dem wir nur wissen, dass er Marvin heißt, haben sich vorbildlich verhalten.“



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