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Ministerpräsident David McAllister zu Gast im Vikilu

„Schwarzes Schaf“ bekennt Farbe: Immer mies in Kunst

Hameln (cbo). Im Grunde wäre das Viktoria-Luise-Gymnasium – es hat einen musischen Schwerpunkt – genau die richtige Schule für den niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister (CDU) gewesen. Die Mutter Gesangslehrerin, andere Familienmitglieder ebenfalls im Bereich der Musik tätig – „ich bin sozusagen das schwarze Schaf der Familie, und das im wahrsten Sinne des Wortes“, beichtete der Ministerpräsident gut aufgelegt den versammelten Schülern und Lehrern der Vikilu. Auch in Kunst sei er immer recht schlecht gewesen.

veröffentlicht am 30.11.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 03:21 Uhr

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Eine knappe Stunde hatte der Landesvater gestern Morgen mitgebracht. Für ein umfassendes Bild des Gymnasiums normalerweise nicht viel Zeit, zumal Schulleiter Rainer Starke und sein Team ein umfassendes Programm vorbereitet hatten. Ein entsprechendes Tempo legten Lehrkräfte und Schüler denn auch bei den Präsentationen ihres vielfältigen Engagements an den Tag: Eingangs informierte Fachobmann Sönke Koß über die Zusammenarbeit zwischen der Ruder-AG und dem Ruderverein „Weser“. Mit dem ehemaligen Schüler Thorben Hake war auch ein frischgebackener Deutscher Meister im Doppelvierer dabei. McAllister: „Sport ist besonders für Jugendliche wichtig. Der Schulsport legt hier die Grundlage.“

Darüber hinaus unterstützt die Schule den Verein „Hilfe für Burkina Faso e.V“., zum Beispiel mit einem Teil der Einnahmen aus einem Fußballspiel der Schülermannschaft gegen den SV Werder Bremen. Die breite fachliche Ausrichtung des Gymnasiums wurde komplettiert durch Präsentationen aus den Fachbereichen Physik oder Englisch. Hier zeigten die Schüler, wie sie moderne Tablet-PC im Unterricht nutzen, um die Sprachkompetenz zu fördern – für Schulleiter Starke ein Beweis dafür, dass das Schulmotto „Der Tradition verpflichtet – der Moderne aufgeschlossen“ mit Leben gefüllt wird. Die Frage des Ministerpräsidenten, ob hier „British oder American English“ unterrichtet wird, wurde zu seiner großen Zufriedenheit beantwortet – McAllister ist schließlich Schotte.

Das musisch-künstlerische Profil der Schule wurde durch unterschiedliche Darbietungen unterstrichen, so vom Schulorchester, der Tanz-AG oder durch das Lehrer-Gesangsensemble. „Dieses Profil ist ein besonderes Merkmal unserer Schule. Das drückt sich aus in einer speziellen Musikklasse sowie der Streicherklasse ab Jahrgang 5. Rockbands finden sich von allein, aber wir brauchen auch die Streicher“, so Starke. Schülerin Le Than Thuy, die mit einem Gesangsstück beeindruckte: „Die Vorbereitungszeit war sehr kurz. Aufgeregter als sonst waren wir durch die Anwesenheit des Ministerpräsidenten aber nicht.“ Ähnlich sah das auch der Schulleiter: „Die heute gezeigten Darbietungen bilden lediglich ab, was wir auch sonst im Schulalltag in den Kursen und AGs machen.“

Aber auch wer nicht musikalisch ist, kann vielfältige Zusatzangebote am Vikilu wahrnehmen: Es gibt Arbeitsgemeinschaften zu diversen Themen wie Roboter, Film oder Gewaltprävention. Und froh ist man seitens der Schulleitung darüber, dass die offene Ganztagsschule mit Hausaufgabenbetreuung eine recht gut frequentierte Mensa hat.

Stellvertretend für die Schülerschaft richtete SV-Sprecher Carl Friedrich Luthin (Jahrgang 11) Worte an den Ministerpräsidenten: „Ihr Besuch ist für unsere Schule Lob und Motivation zugleich.“ Bei dieser Gelegenheit überreichte er unter anderem einen Pullover mit dem Schullogo an McAllister, der aus dem Raum Cuxhaven stammt, eben dorther, wo die Schülervertretung regelmäßig Freizeiten verbringt. Und der MP tauschte unter großem Applaus spontan sein Jackett gegen das tiefgrüne Sweat-Shirt. „Ich habe eine spannende Schule mit einem besonderen Profil erlebt. Es ist schön, mal wieder ein Gymnasium zu besuchen“, lobte der Christdemokrat, der selbst Töchter im Grundschulalter hat.

Wichtig war McAllister, dass sein Besuch nicht Wahlkampfzwecken dient: Auf Nachfrage äußerte er sich aber doch noch zu schulpolitischen Themen: „Die Integration von Schülern mit Behinderung ist ein wichtiges Thema.“ Auch die Möglichkeit, wohnortnah zur Schule gehen können, nannte er als Herausforderung vor dem Hintergrund sinkender Einschulungszahlen.

Grün statt schwarz:

Ministerpräsident David McAllister im Vikilu-Pullover.

Fotos: Wal



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