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Matthias Fricke-Zieseniß feierlich eingeführt / „Junge Menschen suchen Werte – stärker denn je“

Schulpastoren – Seelsorger und Löwenbändiger

Hameln. Nein, um die Variante des heiteren Berufe-Ratespiels ging es nicht bei der Frage, die Matthias Fricke-Zieseniß stellte: „Wer bin ich?“ Für die Schüler aus acht Klassen, die er im Fach Religion unterrichtet, ist der Schulpastor schließlich kein Unbekannter. Und auch die Lehrer der Elisabeth-Selbert-Schule arbeiten schon seit einem halben Jahr mit dem neuen Kollegen zusammen. Matthias Fricke-Zieseniß wurde jetzt im Rahmen eines Gottesdienstes in der Münsterkirche St. Bonifatius offiziell in das Amt des Schulpastors eingeführt. „Wer bin ich?“ war dabei das Leitthema seiner Predigt, die vielschichtige Gedanken bündelte zur Rolle und den besonderen Aufgaben eines Pastors im schulischen Dienst.

veröffentlicht am 25.02.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 12.11.2016 um 10:21 Uhr

Mit Elftklässlern der Elisabeth-Selbert-Schule bespricht Matthia

Autor:

Alda Maria Grüter
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Erfahrungen in

Rom gesammelt

Insgesamt vier Schulpastoren sind an Hamelner Schulen tätig. Evangelischen Religionsunterricht zu geben, ist dabei nur ein Teil des Jobs. Matthias Fricke-Zieseniß arbeitet außerdem in dem Projekt „Schulbezogene Jugendarbeit“ des Kirchenkreises Hameln-Pyrmont mit. Schulpastor zu sein bedeute mehr, als bloß Lehrstoff zu vermitteln. Es ist eine Tätigkeit „zwischen Lehrmeister, Begleiter, Moderator, Zensurenpapst, Löwenbändiger, Vertrauensperson, Seelsorger“, umschreibt Matthias Fricke-Zieseniß den weiten Aufgabenbereich. Schulseelsorge, als ein Angebot auf der Grundlage des christlichen Glaubens, bedeute, Fragestellern Antworten zu bieten, Suchenden Wege zu öffnen. Und Werte wie Menschlichkeit und Respekt zu vermitteln: „Junge Menschen suchen Werte – stärker denn je.“

Die pädagogisch-seelsorgerische Arbeit mit Jugendlichen ist für den 48-Jährigen kein unbekanntes Feld: „Erfahrungen auf der großen Wirkungsbühne in Rom“ – so Superintendent Phillip Meyer, der den Schulpastor einsegnete – hätte Matthias Fricke-Zieseniß jede Menge im Gepäck, als ihn der evangelisch-lutherische Kirchenkreis Hameln-Pyrmont im August vergangenen Jahres an die Elisabeth-Selbert-Schule berief. Matthias Fricke-Zieseniß, der nach der theologischen und religionspädagogischen Ausbildung am Seminar der Landeskirche in Loccum zunächst eine Gemeinde in Rodenberg am Deister leitete, hatte sich im Jahre 2003 aufgemacht, um über den Tellerrand zu blicken: Bis Juli 2008 war er Pastor in der protestantischen Gemeinde in Rom, wo er außerdem an einem Gymnasium unterrichtete. Dass er nach sechs Jahren dort die Zelte abbrechen würde, hatte der zweifache Vater von vornherein gewusst. „Auch andere sollen die Chance bekommen, Erfahrungen in der Diaspora zu sammeln“, erklärt Matthias Fricke-Zieseniß, der heute wieder in seinem Elternhaus in Kirchwehren lebt. Sicher sei das Arbeiten im „Mekka der Ökumene, an einem Standort, wo jede Kirche der Welt vertreten ist“ und insbesondere in einer kleinen italienischen Gemeinde mit nur 350 Mitgliedern aufregend gewesen. Jetzt aber habe ein neuer Abschnitt seines Lebens begonnen: „Wer bin ich? Mit Gottes Hilfe Schulpastor an der Elisabeth-Selbert-Schule – und das bin ich gern.“



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