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FDP-Politiker Björn Försterling geht mit der Landesregierung hart ins Gericht

„Schulfrieden wieder herstellen“

HAMELN. Ferienzeit sei offensichtlich eine ungünstige Zeit für den Wahlkampf, stellte Markus Burgdorf fest. Der FDP-Landtagskandidat aus Salzhemmendorf hatte die Aufgabe übernommen, die Gäste zur Wahlkampfveranstaltung des schulpolitischen Sprechers der FPD-Landtagsfraktion, Björn Försterling, zu begrüßen. Tatsächlich hatten sich dazu nur etwa 30 Interessierte bei Radio aktiv eingefunden.

veröffentlicht am 10.10.2017 um 15:28 Uhr

Etwa 30 Interessierte – darunter viele FDP-Vertreter – hatten sich zur Wahlveranstaltung mit dem schulpolitischen Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Björn Försterling, bei Radio Aktiv eingefunden. Foto: br
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Burkhard Reimer Reporter
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Zudem vermisste Burgdorf angesichts der angekündigten Thematik die Teilnahme von Lehrern, tröstete sich und seine Parteifreunde aber mit der Feststellung: „Wenigstens sehe ich einige Schüler und die betrifft die Schulpolitik ja ebenfalls.“

Björn Försterling, Jahrgang 1982 und offenkundig bereits Politprofi durch und durch, beeindruckte das zahlenmäßig geringe Interesse indes kaum. Routiniert spulte er seine Rede ab, in der er das schulpolitische Programm der Liberalen in Niedersachsen vorstellte. Ausführlich ging der dabei unter anderem auf die beiden Eckpunkte „Unterichtsgarantie“ und „Erhalt von Förderschulen“ ein. Wie berichtet, waren die auch schon während des Treffens des FDP-Fraktionssprechers Christina Grascha mit Landtagskandidat Roman von Alvensleben bei der Hamelnerin Lena Fritz eingehend thematisiert worden.

Breiten Rum gewährte Försterling aber auch dem Bereich „Lehrermangel und Lehrerüberlastung“. Dass diese Probleme „von der Landesregierung über Jahre ignoriert“ worden seien, habe „für beträchtliche Irritationen innerhalb der Lehrerschaft gesorgt“. „Hier wollen wir“, versprach der liberale Schulexperte, „den Schulfrieden wieder herstellen.“

Darüber hinaus gelte es zur Bekämpfung des Lehrermangels, angehenden Lehrkräften eine langfristige Zukunftsperspektive zu bieten, indem ihnen bereits während ihres Vorbereitungsdienstes eine Einstellungsgarantie gegeben werden. Und schließlich müssten auch die niedersächsischen Universitäten stärker in die Pflicht genommen werden. Sie hätten dafür zu sorgen, dass ausreichend junges Lehrpersonal ausgebildet werde.

Seinem Vortrag folgte eine Fragerunde des Publikums, bei der der Abgeordnete keine Antwort schuldig blieb. Unter anderem ging es dabei um die offenbar schlechte gesellschaftliche Stellung männlicher Grundschullehrer und Erzieher sowie die Frage, inwieweit Schule gefordert sei einzuspringen, wenn Eltern ihrem Erziehungsauftrag nicht oder nur teilweise gerecht werden.

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