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Lippmann: Vorzeigeprojekt für Hamelns Familienpolitik

Schule, Kita und Krippe unter einem Dach

Hameln. Die Stadt Hameln möchte neue Krippenplätze für Kinder unter drei Jahren am jetzigen Standort der Klütschule schaffen. Dort soll nach Verwaltungsplänen ab dem 1. August 2014 das „Bildungshaus am Klüt“ entstehen, in dem Angebote der Kindertagesbetreuung und der Ganztagsgrundschule unter einem Dach zusammengezogen werden. Da der Hauptschulzweig in den kommenden Jahren ausläuft, werden in der Klütschule Räumlichkeiten frei.

veröffentlicht am 09.11.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 18:21 Uhr

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Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann ist von den Plänen begeistert: „Das ‚Bildungshaus am Klüt‘ wird ein Vorzeigeobjekt für Hamelner Familienpolitik sein.“ Mit der Einrichtung der Krippenplätze könne die Stadt den immer noch großen Bedarf decken. „Außerdem können wir zwischen den verschiedenen Einrichtungen sinnvolle Synergieeffekte herstellen, die letztlich den Kindern zugutekommen“, so die Rathaus-Chefin.

Wenn die Kinder später von der Kindertagesstätte in die Grundschule wechseln, kennen sie schon das Gebäude und können sich somit auch besser orientieren. „Das erleichtert ihnen den Übergang und die Umstellung enorm“, ist Stadträtin Gaby Willamowius überzeugt. Durch die räumliche Nähe im Bildungshaus könnten die Einrichtungen zusammenrücken. „Ich bin mir sicher, dass dadurch auch die Zusammenarbeit aller Beteiligten gestärkt wird.“

Nach den Vorstellungen der Stadt soll die Kita der Münsterkirchen-Gemeinde, die bisher in der Klütstraße ansässig ist, in das neue „Bildungshaus am Klüt“ einziehen. Der Kindergarten besteht momentan aus drei Regelgruppen mit Kindern im Alter zwischen drei und sechs Jahren. Im Zuge der Verlagerung ist geplant, im August kommenden Jahres eine der Regelgruppen in eine Krippengruppe umzuwandeln.

Zum Stichtag 1. November 2013 waren in Hameln insgesamt 62 Kinder unter drei Jahren auf einer Warteliste für einen Krippenplatz. Die Stadt befindet sich deshalb mit der Kirchengemeinde in Gesprächen, ob in der neuen Einrichtung eine weitere Krippengruppe aufgebaut werden kann. Dann könnte die Kita zwei Regel- und zwei Krippengruppen anbieten. Der bisherige Standort des Kindergartens soll laut Stadtverwaltung aufgelöst werden. Somit könne die Stadt das Gebäude verkaufen.

Die Verwaltung rechnet in einem ersten Schritt für 2014 mit Umbaukosten in Höhe von 540 000 Euro. Allerdings sollen Bundes-, Landes- und Landkreismittel in Höhe von ca. 280 000 Euro fließen, da die Schaffung von Krippenplätzen gefördert wird. Für die Stadt würde ein Eigenanteil in Höhe von zunächst 260 000 Euro verbleiben.

„Bislang handelt es sich lediglich um Planungen der Verwaltung“, verweist Stadträtin Gaby Willamowius auf Gespräche, die noch mit allen Beteiligten geführt werden müssten. Ob diese Planungen am Ende dann umgesetzt werden können, hänge unter anderem von finanziellen Zusagen des Landkreises und des Landes ab. Am Donnerstag, 14. November, wird sich der Ausschuss für Kindertagesstätten, Schulen und Sport mit dem Thema „Bildungshaus“ befassen.asc



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