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Verkehrsplaner arbeiten an den Details / Radweg über den Rathausplatz und „Schleuse“ für Kopmanshof

Schräge Lösung am Kastanienwall?

Hameln. Eigentlich soll es ja Hamelns „Leuchtturmprojekt“ beim Fahrradwegebau werden, wie es Ralf Wilde, der zuständige städtische Fachbereichsleiter, nennt. Doch noch ist der geplante Bau der Fahrradquere am Kastanienwall für die Planer eher eine Glühbirne mit Wackelkontakt. Zwar wurden mit Unterstützung eines Fachbüros Ideen entwickelt, wie Radfahrer aus Richtung Basberg, Bahnhof und Rohrsen sicherer und zugleich schneller in die Altstadt kommen können, doch die allseits überzeugende Lösung ist nach Angaben der Beteiligten noch nicht gefunden. Diskussionsgrundlage bildet jetzt der Vorschlag, vom Rathausplatz eine Diagonale über den Wall in Richtung Baustraße zu ziehen. An Wochenmarkttagen soll die von Radfahrern stark frequentierte Verbindung zwischen Wohnquartieren und Stadtzentrum auch nicht länger blockiert sein: dank eines freizuhaltenden Fahrradweges. Er wird voraussichtlich am südlichen Rand angelegt, also am Kunstkreis-Gebäude entlang.

veröffentlicht am 06.12.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 13:41 Uhr

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Marc Fisser

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Marc Fisser Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Um Raum für den Überweg am Kastanienwall zu schaffen, soll die Haltelinie an der Ecke Sedanstraße um 16 Meter nach hinten verlagert werden. Laut Einschätzung der Planer hätte das keine negativen Folgen für den Autoverkehr. Sie verweisen auf die Erfahrungen mit der Haltelinie am „Grünen Reiter“, wo auf diese Weise den Linienbussen das Einfädeln erleichtert wird. Nur eine Parkbucht an der Nebenfahrbahn fällt weg. Das Straßenstück zwischen Sedan- und Baustraße wird eventuell für den allgemeinen Autoverkehr gesperrt und dadurch gerade auch für die anliegenden Gaststätten aufgewertet.

Wilde sieht aber noch Konfliktpunkte zwischen den Radfahrern und den Menschentrauben, die am Kastanienwall auftreten. Und abzusehen sei, dass auch die Passanten in oder aus Richtung Rathausplatz künftig „schräg“ über die Fahrbahn des Kastanienwalls laufen wollen – schlecht, wenn sie dann die Radlerfurt „missbrauchen“, deren Ampelsignale nicht auf die langsameren Fußgänger ausgelegt sein werden. Unberücksichtigt ist bei den vorliegenden Planungen auch noch das alte Problem, dass Radfahrer aus der Altstadt hinaus keinen legalen und praktikablen Weg in die Sedanstraße finden. Auch daran wird noch gearbeitet, versichert der städtische Verkehrsplaner Erhard Linke. Aufseiten der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hat Geschäftsstellenleiter Markus Brockmann, wie er sagt, „Falten auf der Stirn“. Er fragt: „Wie soll das vernünftig funktionieren?“ Und eine Kostenbeteiligung des Bundes sei nicht sicher, weil hier ja keine neue Kreuzung angelegt werde.

Entwurfszeichnungen liegen jetzt auch für die Einmündung von Bäckerstraße/Kopmanshof in den Münster- und Ostertorwall vor. Radfahrer aus der Südstadt sollen dort Mitte 2014 eine direkte Zufahrt zum Zentrum bekommen. Dazu wird stadteinwärts ein Fahrradweg angelegt, der in einen – auch von Autos befahrbaren – Schutzstreifen übergeht. „Der ganze Kopmanshof kann dann von Radfahrern entgegen der Einbahnstraßenrichtung benutzt werden“, kündigt Linke an. Um Radfahrern auch den Weg aus der Altstadt hinaus zu erleichtern, soll an der Ampel auf ganzer Fahrbahnbreite eine Radfahrer-Aufstellspur markiert werden. Damit könnten die Zweiradnutzer ungefährdet durch die motorisierten Rechtsabbieger vorankommen.

Von Mühlenstraße und Ostertorwall soll es ab dem nächsten Jahr für Radfahrer in den Kopmanshof hineingehen. Stadt Hameln

Eine weitere wichtige Strecke in die Altstadt verläuft für Radfahrer über die Wettorstraße. Ob sie, wie von Experten empfohlen, zur Fahrradstraße erklärt werden kann, in der kein Durchgangsverkehr mehr für Autos stattfinden soll, hängt von den weiteren Planungen im Bereich Gartenstraße ab. Würde die Einbahnregelung in dem Abschnitt bis zur Süntelstraße umgedreht, wäre die dicht bewohnte Wettorstraße deutlich entlastet. Derzeit läuft eine Verkehrszählung, im Frühjahr werden die Möglichkeiten auf einer Bürgerversammlung erörtert. Danach könnte nach Worten Wildes eine einjährige Versuchsphase starten.



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