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Drei Punk-Bands in der Sumpfblume

Schräg und laut

HAMELN. „Schräg und Laut“ – der Titel dieses kleinen Festivals ließ Schlimmes vermuten: schräge Töne, kaum verständlicher Gesang und keine Inhalte. Doch es kam ganz anders.

veröffentlicht am 10.02.2019 um 18:34 Uhr
aktualisiert am 10.02.2019 um 22:40 Uhr

Rastapopoulos überzeugten mit inhaltsvollem Punk. Foto: hx

Autor:

Peter Höxter
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Bereits die erste Band Rastapopoulos aus Hameln-Pyrmonts Ostkreis legte zwar laut, aber durchaus mit Harmonien und vor allem guten deutschen Texten los. In den oft mit Reaggae oder Skaklängen unterlegten Stücken ging es um die Höhen und Tiefen des Lebens. Mit Passagen wie „Ich hab mich heute selber überholt, selber umgepolt, mein Hang zum Freiheitsdrang macht dich plötzlich krank und wird zum Überlebenszwang“ werden eigene Lebenserfahrungen wiedergegeben. Und die haben die Bandmitglieder, die wie auch die Musiker der beiden folgenden Gruppen, bereits weit mehr als 20 Jahre zusammen spielen und deren Lebensalter sich Richtung der 40 orientiert.

Dann übernahm Kreftich aus Dinslaken die Bühne und versuchte, das etwas verhaltene Publikum mit melodiösem Punk-Rock aus der Reserve zu locken. Doch der Raum vor der Bühne wollte sich irgendwie nicht füllen. Vielleicht lag es daran, dass seit dem letzten „Schräg und Laut“ inzwischen ein Jahrzehnt ins Land gegangen ist. „Damals waren es immer rund 200 Zuhörer“, erinnert sich „Fritte“, der diesen Abend gemeinsam mit der Sumpfblume organisiert hatte. Diesmal waren nur etwa halb so viel Leute gekommen. An Engagement und Musikalität von Kreftich kann es nicht gelegen haben, denn die Dreierbesetzung gab alles. Die Musiker beherrschen die Instrumente und den Gesang passend zum Musikstil erstklassig. Ihre Texte sollen den Menschen den Spiegel vorhalten, für Toleranz und freie Liebe werben.

Frustkiller aus Elze bildeten den Schluss des Abends mit der klassischen Besetzung aus zwei Gitarren, Bass und Drums. Die ebenfalls deutschen Texte mit etwas aggressiverem, röhrigen Gesang, drehten sich um Politik, hier besonders mit Aussagen gegen Rechtsradikalismus, für Individualität und zur aktuellen Flüchtlingssituation. Aber auch Herzschmerz und Party-Texte kamen nicht zu kurz sodass das Dreierkonzert „Schräg und Laut“ sicherlich für jeden der Zuhörer etwas zu bieten hatte.



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