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Schon ab Dienstag dicht! Stadt sperrt Sporthalle Nord

veröffentlicht am 27.02.2012 um 15:34 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:34 Uhr

Hameln (red). Die Stadt sperrt die Sporthalle Nord. Bereits ab morgen, 28. Februar, ist die Halle für den Schul- und Vereinssport dicht. Diese Entscheidung hat Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann am Montagmittag getroffen.

Sie ziehe damit die Notbremse, nachdem sich abgezeichnet habe, dass die aus CDU, Grünen und Unabhängigen bestehende Mehrheitsgruppe nicht bereit sei, Gelder für Brandschutzmaßnahmen locker zu machen, heißt es aus dem Rathaus. 

Am Vormittag ließ die Mehrheitsgruppe im Hamelner Rat die Oberbürgermeisterin schriftlich wissen, sie sehe es „als nicht mehr verantwortbar an, den Schul- und Vereinssportbetrieb dort weiter aufrecht zu erhalten“. Mittags reagierte Susanne Lippmann mit der Entscheidung, die Halle zu sperren.

Die Halle Nord ist dringend sanierungsbedürftig. Für den Brandschutz will die Mehrheitsgruppe kein Geld ausgeben. Foto: Wal

Die Mehrheitsgruppe im Hamelner Rat geht auf Konfrontationskurs zu Lippmann. Sie werfen der Oberbürgermeisterin vor, sie habe sich „in der Vergangenheit hauptsächlich um Prestigeprojekte wie Museum, FIZ und Fußgängerzone gekümmert“ – und andere Probleme unter den Teppich gekehrt. Die Kritik der Mehrheitsgruppe: Seit mehr als drei Jahren soll der Verwaltung das Gutachten zur Sporthalle Nord vorliegen; die Politik hätte es nie in die Hände bekommen – bis vor einer Woche.

„Es ist eine sehr missliche Situation, und ich hätte mir das anders gewünscht“, sagt die Rathaus-Chefin. Angesichts der mangelnden Bereitschaft der Mehrheitsgruppe, Auflagen des Brandschutzgutachters zu erfüllen, sei ein Weiterbetrieb der Halle „nicht zu verantworten“. Sie sei sich bewusst, welche Folgen die Schließung für den Schul- und Vereinssport habe, betont Susanne Lippmann. „Sicherheitsfragen haben jedoch allerhöchste Priorität.“

Die Stadt wird nach den Worten der Oberbürgermeisterin alles daran setzen, sowohl den Schulsport als auch Trainingsstunden der Vereine und Punktspiele in andere Hallen zu verlegen. Susanne Lippmann warnt allerdings vor hohen Erwartungen: Es werde nicht in allen Fällen möglich sein, Ausweichlösungen zu finden. Auch andere Hallen seien komplett belegt. „Da ist es schwierig, irgendwo noch Lücken zu finden.“ Problematisch seien auch der logistische Aufwand und die Kosten des Schülertransports zu anderen Hallen.

Was die Politik zu der Entscheidung und der Begründung sagt, lesen Sie in der Dewezet.



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