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Verdienstkreuz für langjährigen Vorsitzenden der Kolpingsfamilie

„Schön reden tut’s nicht“ – die Tat ziert die Person Rudolf Thiel

Hameln (sto). Schon als junger Mann interessierte er sich für das Lebenswerk Adolf Kolpings. Alles, was es damals über den 1865 verstorbenen katholischen Priester, der als „Gesellenvater“ in die Geschichte eingegangen ist, zu lesen gab, hat Rudolf Thiel enthusiastisch in sich aufgenommen. „Kolping hat mich beeindruckt. Er war eine Art Sozialarbeiter, bei dem der Mensch im Mittelpunkt stand“, sagt der 77-Jährige. Und zu seinem Lebenswerk. Für sein großes Engagement in der Kolpingsfamilie, die er 1954 mitgegründet hatte, und deren Vorsitzender er 47 Jahre lang gewesen war, wurde Thiel gestern das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

veröffentlicht am 19.10.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 19:41 Uhr

Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann überreicht Rudolf Thiel das
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„Diese Auszeichnung ist mehr als nur eine Geste und mehr als eine Pflicht“, betonte Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann bei der Verleihung im Hochzeitshaus inmitten einer großen Gästeschar. Thiel sei ein Pionier der Kolpingsfamilie in Hameln und deren Urgestein. Mit Nachhaltigkeit, Kontinuität und ehrenamtlichem Engagement habe er Großartiges geleistet für die Gemeinschaft. „Gemein-schaft war für Sie mehr als nur ein Wort“, so Lippmann.

Mit einigen anderen jungen Männern hatte Thiel 1954 die Kolpingsfamilie Hameln gegründet. Ziel sei gewesen, Kolpings Lehren von Nächstenliebe und gelebter Gemeinschaft bekanntzumachen und eine lebendige Gemeinschaft ins Leben zu rufen. Zum Vorsitzenden, damals hieß es noch „Bezirkssenior“, wurde er 1963 gewählt, kurze Zeit später übernahm er zusätzlich das Amt des Bezirksvorsitzenden, das er bis 1999 ausübte. Seinen Vorsitz in der Kolpingsfamilie Hameln hatte Thiel aus Altersgründen in diesem Jahr niedergelegt.

Gern erinnert sich der gebürtige Schlesier an die vielen Veranstaltungen der Kolpingsfamilie und an die unzähligen Referate über „Gott und die Welt“. Einer der Referenten war der heutige Bundespräsident Christian Wulff. Wesentliche Schwerpunkte in der Arbeit der Kolpingsfamilie Hameln, an denen Thiel maßgeblich beteiligt gewesen war, seien die vielen sozialen Projekte gewesen, weiß Bernhard Cyrus. „Rudolf Thiel hat Hervorragendes geleistet und das, obwohl er seit einem schweren Autounfall 1959 in seiner körperlichen Beweglichkeit eingeschränkt ist“, erzählt der ehemalige Bezirksvorsitzende. Hervorzuheben seien Kleidersammlungen im großen Stil für die Kleiderkammer des Grenzdurchgangslagers Friedland, das Projekt „Volkspumpen für die Wasserversorgung der nordöstlichen Region Brasiliens“, Brillensammlungen für Bedürftige in den Entwicklungsländern, Briefmarkensammlungen oder die Korkensammlungen für das Taub-blindenheim Fischbeck.

Thiel, sichtlich gerührt, freute sich über die hohe Auszeichnung, bezeichnete die Anerkennung jedoch als „Gemeinschaftswerk“. „Während meiner Arbeit in der Kolpingsfamilie Hameln habe ich mich stets als Motor der Gemeinschaft Adolf Kolpings gesehen“, betonte er. Die gemeinsamen Aktionen seien von vielen mitgetragen worden. Auch seiner Frau und seinen beiden Kindern sei er zu Dank verpflichtet. Bei seiner Arbeit habe er sich immer leiten lassen von Zitaten Kolpings. Eins seiner Lieblingszitate: „Schön reden tut’s nicht. Die Tat ziert die Person.“



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