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Hamelner kommentieren die Skulptur „Tanzende Weserratte“ an der Schleusenspitze

Schön, interessant, aber viel zu weit weg?

Hameln. Da steht sie nun an der Schleuseninselspitze. Einsam, sie dreht sich leicht im Wind, blitzt ab und zu durch die Herbstsonne auf: die „Tanzende Weserratte“ oder auch das „Rattus mobilis“. An Aufmerksamkeit mangelt es ihr nicht, doch so ganz zufrieden und begeistert sind viele Hamelner nicht.

veröffentlicht am 25.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 11.11.2016 um 03:21 Uhr

Für Barbara Hautkappe ist die Skulptur viel zu weit weg, auf die

Autor:

Heiko Gropp
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„Die Ratte ist eigentlich schön, aber der Standort ist daneben“, sagt Bernd Hautkappe. Gattin Barbara vermisst die Nähe zum Objekt. Man müsste es auch dicht erreichen können. „So verpufft die Wirkung eigentlich.“ Das stellt auch Jörg Meyer für sich fest. „Der Standort ist unglücklich gewählt, und die Größe kommt so gar nicht zum Ausdruck. Auf dem Brückenaussichtsrondell hätte sie sicherlich besser gestanden und Wirkung erzielt,“ sagt er und fügt schmunzelnd an: „Ich wollte schon einen Leserbrief schreiben. Das brauche ich ja jetzt nicht mehr.“ Jasma Jankovic muss erst auf die Ratte aufmerksam gemacht werden, hebt die Hand als Sonnenschutz über die Augen und blickt gen Süden, während Töchterchen Marija sagt: „Wo denn, Mama? Ich sehe gar nichts.“ Ehemann Ljubisa meint: „Interessant, aber die Skulptur zu jetziger Zeit eventuell durch Steuer- oder Stadtgelder zu finanzieren, ist wohl nicht angebracht.“ Der Meinung ist auch Katharina Kaergel. „Es gibt sicherlich zurzeit wichtigere Dinge zu bezahlen, und die Ratte ist mir ansonsten nun wirklich egal.“ Hingegen als „interessant“ bezeichnet Ingeborg Depping die Skulptur. Sie lockere das Bild der Weser an dieser Stelle auf. Für Godehilde Tigges fehlt aber noch etwas: die Begrünung rundherum um den Standfuß. „Die Ratte ist gut. Ist mal etwas anderes als Wahrzeichen unserer Stadt“, stellt Theresa Leifheit fest. Hermann Ebeling hat aber ein Problem mit dieser Ratte. „Da muss man ja dazu schreiben, dass das eine Ratte ist. Das sind eben Künstlerknepe. Für mich sieht der Kopf aus wie der eines Pferdes. Nun ja, man kann es nicht Jedem recht machen.“ Einig waren sich viele Hamelner und auch Besucher, die am Sonntag zur Weserbrücke kamen, um das neue Kunstwerk in Augenschein zu nehmen: „Schön, interessant, aber zu weit weg. Auf dem Aussichtrondell hätte es besser gestanden.“ Viele schauten und schauten und schauten, um das „Rattus mobilis“ zu sehen und stellten wie Kerstin Marxmeier fest: „Leider unscheinbar“ oder wie Oliver Rühe: „Hätten Sie es mir nicht gesagt, ich hätte sie gar nicht gesehen.“



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