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Schockanruf - Polizei warnt vor makabren Telefonbetrügern

veröffentlicht am 08.02.2012 um 12:38 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:34 Uhr

Hameln (red). Es ist eine makabre Masche, mit der ein Betrüger gestern versucht hat, einer 75-Jährigen Hamelnerin das Geld aus der Tasche zu ziehen. Am Telefon teilte der Mann, der sich als Rechtsanwalt ausgab, mit, dass ein Familienangehöriger in einen Unfall verwickelt sei und man nun dringend Geld für eine Operation bräuchte.

Gegen 16 Uhr klingelt das Telefon der 75-Jährigen. Ein Mann erklärte der alten Dame, dass ein Familienangehöriger in einen Unglücksfall verwickelt sei. Hierbei sei auch eine andere Person verletzt worden. Die verletzte Person müsse nun unbedingt operiert werden. Für die teure Operation benötige man dringend Geld. Um seinen Forderungen einen seriösen Anstrich zu geben, gab sich der Anrufer als Anwalt aus.

Durch geschickte Fragestellungen entlockte der Betrüger der Seniorin Angaben zu ihrem Barvermögen. Anschließend macht er mit ihr einen Termin zur Geldübergabe aus.

Es dauerte nicht lange, dann klingelte ein Unbekannter an der Tür der Seniorin. Nichtsahnend übergab die Frau einen vierstelligen Betrag. Der Mann verschwand anschließend.

Um sich nach dem Unglücksfall zu erkundigen, rief die Seniorin anschließend bei ihrer Familie an. Von ihnen erfuhr sie, dass es gar keinen Unglücksfall gegeben hätte.

Der männliche Anrufer, welcher sich am Telefon als Rechtsanwalt ausgab, sprach ausschließlich Russisch. Außerdem waren dem Anrufer die familiären Umstände der Frau sowie die Wohnanschrift bekannt. Nur wenige Stunden zuvor wandte vermutlich derselbe Mann die betrügerische Methode bei einer 51-jährigen Hamelnerin an. Zu einer Geldübergabe kam es in diesem Fall jedoch nicht. Das Telefonat wurde plötzlich unterbrochen.

Nach derzeitigen Erkenntnissen kam es im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Göttingen zu mehreren sogenannten „Schockanrufen“ bei russisch sprechenden Mitbürgern.

 Die Polizei rät daher vor allem älteren Menschen zum Schutz folgendes:

  • Bei Anrufen angeblicher Verwandter die eine finanzielle Notlage angeben, stets unter der bekannten üblichen und nicht unter der vom Anrufer angegebenen Telefonnummer zurückrufen um Sachverhalt zu klären.
  • Beim geringsten Zweifel sofort die Polizei über Notruf 110 zu informieren.
  • Fremden angeblicher Verwandter niemals Bargeld auszuhändigen.

Die männliche Person welche zur Geldübergabe an der Wohnanschrift erschienen war, wird wie folgt beschrieben:

 

  • 20 bis 25 Jahre alt
  • etwa 175 cm groß
  • schlanke Figur
  • Er trug eine dunkle Jacke und eine schwarze Mütze
  • sprach nur russisch

 



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