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Bibliotheksgesellschaft lädt zum Markt alter Bücher in die Jugendwerkstatt / Erlös für mehrere Projekte

„Schmökerfest“ für Hunderte von Leseratten

Hameln (gro). Hier gab’s Lesestoff für kleines Geld: Zum zweiten Mal in diesem Jahr und zum 36. Mal überhaupt hatte die Bibliotheksgesellschaft zum Markt alter Bücher in die Jugendwerkstatt eingeladen. An drei Tagen präsentierte sie Teile ihres Bestandes und bot sie preisgünstig zum Kauf an. „Es sind um die 10000 Exemplare, die hier ausliegen“, so Dieter Pfusch-Boegehold. Da sei alles dabei: Romane, Reisebeschreibungen, Bildbände oder Sachbücher – eben das, was Leseratten begeistern könnte. Und das zu allen Themenbereichen, vom noch eingepackten Buch bis hin zu weit über hundert Jahre alten Werken.

veröffentlicht am 24.09.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 12:41 Uhr

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Zusammengekommen sind die Bücher durch Haushaltsauflösungen, durch andere Bibliotheken und durch Menschen, die ihren Bücherschrank ausgeräumt hatten. „In kollegialer Zusammenarbeit mit der Jugendwerkstatt veranstalten wir diesen Büchermarkt und sind dafür dankbar, können wir doch mit dem Erlös die Stadtbibliothek, den Rattenfängerpreis, die Krankenhausbücherei sowie fünf Büchereien in Kirchengemeinden unterstützen“, sagt Pfusch-Boegehold. 20 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer hatten gut eine Woche gebraucht, die Bücher im Gang auszustellen; sie werden auch wieder zwei Tage benötigen, den verbliebenen Rest in den Räumen einzulagern, die die Jugendwerkstatt der Bibliotheksgesellschaft zur Verfügung gestellt hat.

Schnell hat sich der Gang mit den auf Tischen und in Kisten ausgestellten Büchern mit interessierten Besuchern gefüllt. Der eine hält ein Buch in den Händen, blättert und legt es zurück. Doch nicht das Richtige. Weiter geht es. Eine Dame hat auf einem Stuhl Platz genommen. Sie liest in einem Buch und scheint die Umwelt um sich herum vergessen zu haben. Leise angesprochen, verrät Swetlana Mückenhaupt: „Ich schaue, wie es geschrieben ist, lese das Buch kurz an, und wenn es mir gefällt, dann kaufe ich es.“ Horst Engelke blättert in einem Bildband. Er sucht Kunstbildbände, speziell die der Malerei zu Zeiten Rembrandt und Rubens. Ihm seien schon Schnäppchen gelungen, sagt er, nur heute sei noch keines dabei gewesen. Ein Buch über Mineralien sucht Andrea Wisch. „Das ist aber nicht für mich. Es ist für meinen Sohn.“ Weiter hinten im Gang steht Stephan Neelmeier und schaut in der Abteilung Biografien über die Buchrücken. Grundsätzlich finde er Bücher interessant, und es sei noch gar nicht so lange her, da habe er hier ein wahres Schätzchen gefunden: eine fünfbändige Biografie über Prinz Eugen. Freudig überrascht über die angebotenen Werke bei diesem wahren „Schmökerfest“ sind Dieter Pfusch-Boegehold und Bernd Bruns von der Bibliothek Gesellschaft, die gerade zwei gebundene Werke des Lese-Zirkel des Historischen Lesevereins Hameln in den Händen halten. „Schau mal. Könnte ein Schnäppchen und Schatz für den einen oder anderen Besucher sein“, sagt Bruns und zeigt auf das Druckdatum: 1863.

„Schatzsuche“: Hunderte Leseratten besuchten das „Schmökerfest“ der Bibliotheksgesellschaft Hameln in den Räumen der Jugendwerkstatt.

Foto: gro



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