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Schlechtes Krisenmanagement

Mit Eckhard Koss gehen der Stadt Kompetenz und Kontinuität verloren, die so schnell nicht zu ersetzen sind. Es ist schade, dass ein Mann wie Koss, der parteiübergreifend hohes Ansehen genießt, das Rathaus quasi durch die Hintertür verlässt.

veröffentlicht am 11.01.2011 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 08:41 Uhr

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Autor:

Frank Werner
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Dass zwischen den Spitzen der Verwaltung nicht nur Kuschelkurs angesagt ist, Persönlichkeiten mit Führungsanspruch mitunter aneinandergeraten, ist so normal wie die tägliche Mittagspause im Rathaus. Die Frage ist nur, wie Konflikte ausgetragen werden: ob auf Augenhöhe oder von oben herab, mit Einfühlungsvermögen oder im ministeriellen Habitus, auf Schadensbegrenzung bedacht oder scheinbar desinteressiert an der Wirkung nach außen. Nicht erst der Fall Koss lässt Zweifel aufkommen, ob die Verwaltungschefin als Krisenmanagerin das nötige Engagement und Feingefühl an den Tag legt.

Fast alle Konflikte der letzten Monate, vom Zwist um die Hameln Marketing und Tourismus GmbH bis zu den Querelen um den Weihnachtsmarkt, haben eines gemein: Sie sind eskaliert, bis der Imageschaden für die Stadt unübersehbar war. Der endlos mäandernde Streit um den Weihnachtsmarkt liefert das beste Beispiel, wie die Dinge ungesteuert ihren Lauf nehmen. Warum hat die Oberbürgermeisterin die Verantwortlichen der Verwaltung, denen jegliches diplomatische Geschick fehlt, nicht längst an die kurze Leine genommen und die Angelegenheit zur Chefsache erklärt?

Auch die internen Konflikte im Rathaus werden nicht geschlichtet und offenbar nicht mal unter vier Augen besprochen. Neue Negativschlagzeilen sind da fast zwangsläufig. Man fragt sich, wozu die Stadt eigentlich einen Marketing-Manager braucht – zum beharrlichen Wegkehren der Scherbenhaufen?

Die Politik sollte vor allem eines nicht länger tun: schweigen. Sie muss sich stärker als bisher einmischen, um Schaden abzuwenden. Nicht um Wahlkampf zu betreiben, aber um Wähler zu überzeugen, dass es immer noch vernünftig ist, sich für die Stadt einzusetzen.

f.werner@dewezet.de KOMMENTAR



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