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Betrachter müssen weiter um die Ecke denken

Schlechte Aussichten für Rathaus-Modell

HAMELN. Die Aussichten für einen neuen Standort, von dem aus sich das Modell des ehemaligen Rathauses besser nachvollziehen lässt, sind schlecht. Weder hat die Stadtverwaltung vor, die Vitrine mit dem Rathaus-Modell umzustellen, noch gebe es dafür Am Markt einen geeigneten Platz, heißt es bei der Pressestelle.

veröffentlicht am 13.10.2016 um 17:37 Uhr
aktualisiert am 17.10.2017 um 11:43 Uhr

Philipp Killmann

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Das Problem besteht wie berichtet darin, dass sich das hinter der Marktkirche platzierte Modell von dort aus nicht ohne Weiteres nachvollziehen lässt. Um sich vorzustellen, wo das einstige Rathaus stand, muss der Betrachter buchstäblich um die Ecke denken. Denn das Rathaus befand sich auf der anderen Seite von Marktkirche und Hochzeitshaus, dort wo sich heute Hochzeitshausterrasse und Fußgängerzone befinden.

Oberflächlich betrachtet bietet der Markt, also der Bereich, wo Bäcker- und Ritterstraße aufeinandertreffen und wo sich bis 1946 das Rathaus befand, üppig Platz, um den recht beschaulichen Schaukasten mit dem Rathaus-Modell unterzubringen. Wie wäre es also direkt vor dem Hochzeitshaus, unterhalb des Glockenspiels, dort wo sich damals ein Durchgang zwischen Rathaus und Hochzeitshaus befand? Oder zwischen dem Stadt-Modell und den beiden Kunst-Figuren vor dem Bäcker Scharren? Oder westlich vom Stadt-Modell? Vor der Deutschen Bank oder vor der Sparkasse? Wie wäre es mit dem Bereich, wo Sparkasse und das Fachgeschäft Renner aneinandergrenzen? Oder vor der Spielothek oder westlich vom Brunnen?

Nein, heißt es auf Anfrage aus der Stadtverwaltung, jeder einzelne dieser Standorte „scheidet aus einem oder mehreren Gründen aus“. Im Zuge der Neugestaltung der Fußgängerzone seien „verschiedene Standorte abschließend geprüft“ worden. Denn die Stadtverwaltung müsse „die Fluchtwege, Blindenleitlinien und Veranstaltungen in der Innenstadt berücksichtigen“, teilt Pressesprecherin Janine Herrmann mit. „Außerdem sind verschiedene Leitungspakete, im Bereich des Westgiebels die unterirdische Nahwärmestation, ansonsten unterirdische Trafostationen et cetera in die Planungen mit einzubeziehen.“ Deshalb sei „der jetzige Standort auch der optimale.

Ein geeigneter Standort für das Rathaus-Modell wäre westlich des Hochzeitshauses, dort wo bis 1946 ein Durchgang zwischen Rathaus und Hochzeitshaus bestand. Foto: Dana

Zudem könne „die Vitrine nicht einfach so umgesetzt werden, da sie ein massives Fundament hat“. Doch dieses Problem wird sich in absehbarer Zeit wohl sowieso nicht stellen. Die Stadtverwaltung will am jetzigen Standort hinter der Marktkirche festhalten. „Es besteht derzeit keine Veranlassung, in eine weitere Prüfung einzusteigen, da die Vitrine nicht umgesetzt werden soll“, so Herrmann.



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