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„Schlagt ihn tot, er soll nichts mehr sagen“

veröffentlicht am 30.09.2011 um 15:27 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:35 Uhr

Von Ulrich Behmann
Hameln. Zwei Väter, deren Söhne und ein weiterer Verwandter sitzen im Hamelner Amtsgericht auf der Anklagebank. Die fünf Männer, die alle den gleichen Nachnamen tragen, haben ihre Unschuldsmienen aufgesetzt. Sie sehen aus, als könnten sie kein Wässerchen trüben. Dabei haben alle - bis auf die beiden Söhne - schon einiges auf dem Kerbholz: zahlreiche Eintragungen im Bundeszentralregister und Verurteilungen wegen Totschlags, Vergewaltigung, Körperverletzungsdelikten, Raubüberfällen und Gefangenenmeuterei. Daher passt das, was die Staatsanwaltschaft den Männern vorgeworfen hat, ins Bild:

Die Gruppe soll am Nachmittag des 18. Mai auf der Wangelister Straße/Ecke Wertheimer Straße den Hamelner Andreas B. schwer misshandelt und verletzt haben. Mögliches Motiv: Der 42-Jährige hatte am 22. November 2009 Strafanzeige gegen einen der Männer erstattet.

Vier Monate nach dem Überfall müssen sich die fünf Männer vor dem Schöffengericht in Hameln verantworten. Der Vorsitzende Richter Ingo Flasche vernimmt zunächst das Opfer und die Zeugen der Anklage. Andreas B. verstrickt sich in Widersprüche, die Augenzeugen haben entweder nur sehr wenig oder gar nichts gesehen und die Täter weisen alle Schuld von sich.

Die Staatsanwältin und die Strafverteidiger sind sich ausnahmsweise mal einig – sie plädieren auf Freispruch für die Angeklagten. Nach kurzer Beratung verkündet Richter Flasche das Urteil. Alle Angeklagten werden freigesprochen – aus Mangel an Beweisen. „Den Angeklagten“, erklärt der Direktor des Hamelner Amtsgerichts, Dr. Herbert Seutemann, „war die Tat nicht sicher nachzuweisen.“

Details zum angeblichen Tathergang und der Gerichtsverhandlung entnehmen Sie unserer Samstagsausgabe.



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