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Aufregung um fehlende Fluchttreppe

„Schlag ins Gesicht der Feuerwehr“

UNSEN/HAMELN. „Schwierige Gespräche“ seien es in Unsen gewesen, doch nun werde der Kompromiss zwar „zähneknirschend“, aber ohne größeren Protest akzeptiert, sagte Ortsbürgermeisterin Bettina Schultze (SPD). Anlass für Gespräche und Zähneknirschen: Dem Feuerwehrhaus fehlt ein zweiter Fluchtweg im Dachgeschoss. Also darf der dortige Gemeinschaftsraum nicht mehr für mehr als zehn Personen genutzt werden. Jetzt wurde ein Kompromiss gefunden und vom städtischen Ausschuss für Recht und Sicherheit abgesegnet. Allerdings ein anderer Kompromiss als ursprünglich geplant.

veröffentlicht am 08.02.2019 um 13:07 Uhr

Der Raum im Dachgeschoss des Unsener Feuerwehrhaus darf nur noch von maximal zehn Personen genutzt werden – aus Brandschutzgründen. Foto: dana
Frank Henke

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Frank Henke Redaktionsleiter zur Autorenseite
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Rund 150 000 Euro (plus/minus 30 Prozent) hätte – angesichts unterschiedlicher Geschosshöhen und verspringender Dächer – so eine Treppe gekostet. Das war der Stadt zu teuer – zumal besagter Raum von der 147 Mitglieder starken Feuerwehr nur zwei- bis dreimal im Jahr genutzt werde.

Björn Lönnecker, SPD-Ratsmitglied und Feuerwehrmann, fuhr rhetorisch dennoch schwere Geschütze auf: Die Vorlage sei für die Feuerwehr „ein Schlag ins Gesicht“, verkündete er in der Ausschusssitzung. Klar sei der Treppenbau „kostenintensiv“, aber das seien andere zweite Rettungswege schließlich auch. „Ich weiß gar nicht, was man da nun so ein Drama draus macht“, konterte Sven Kornfeld (Grüne), „es ist ja nicht so, dass die Feuerwehr schlecht ausgestattet oder das Verhältnis zwischen Stadt und Feuerwehr schlecht wäre.“

Die Feuerwehr Unsen sollte nun, so der Kompromissplan der Stadt, mietfrei in das angeschlossene Freizeitheim ausweichen. Zwar fehlt auch dort ein Fluchtweg, dieser wird nun jedoch durch eine simple Treppe für rund 40 000 Euro (plus/minus 30 Prozent) hergestellt. Doch das möchten die Feuerwehrleute gar nicht. Sie halten künftig ihre Jahreshauptversammlungen lieber in der Fahrzeughalle ab – und schon ist die Fluchttreppe entbehrlich. Die Beschlussvorlage der Stadt jedoch wurde umgeschrieben und um ein amtliches Versprechen ergänzt: Der Bau einer Fluchttreppe für den Versammlungsraum wird nun bei der frühestens 2024 beginnenden Sanierung und Erweiterung des Feuerwehrhauses fest eingeplant.



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