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Feuchtigkeitsschaden im Neubau am Schwarzen Weg / Messung hat „Auffälligkeiten“ gezeigt

Schimmel! Neue Krippe muss saniert werden

Hameln (red). Es begann offenbar ganz harmlos: In der neuen Krippe in der Awo-Kindertagesstätte Schwarzer Weg zeigten sich feuchte Stellen in den Sockelbereichen zweier Innenwände. Inzwischen geht die Stadt von einer Schimmelpilzbelastung aus. Messungen hätten „Auffälligkeiten“ ergeben, bestätigt der Leiter des Fachbereichs Planen und Bauen, Volker Mohr. Die Stadt hat reagiert und die Räume der Krippe geschlossen.

veröffentlicht am 24.08.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 08.11.2016 um 03:41 Uhr

Jürgen Giesecke von der Stadt Hameln in der Kita am Schwarzen Weg in Klein Berkel: Hier muss dringend saniert werden.  Foto: Dan
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Der Krippenanbau der Kindertagesstätte der Awo am Schwarzen Weg war erst im August vergangenen Jahr eröffnet worden, die Stadt Hameln ist Eigentümerin des Gebäudes. Die Krippengruppe belegt nun einen Raum im Altbau der Kita; dafür musste eine Kindergartengruppe bereits während der Sommerferien in die Grundschule Klein Berkel ausgelagert werden. Derzeit ist diese Gruppe im Treffpunkt „Märchengrund“ untergebracht.

Den Fachleuten war es nach Angaben der Stadt bislang auch nach umfangreichen Untersuchungen in den Räumen der Krippe nicht möglich, die Ursache für den Feuchtigkeitsschaden eindeutig zu lokalisieren. Klar scheint nur eines: „Es handelt sich nicht um einen Baumangel am Krippenneubau“, sagt Mohr. Als einzige Schadensquelle bleibt aus Sicht der Experten der Dachanschluss zum Altbau: Hier könnte sich im vergangenen Winter durch zugefrorene Rinnen und Abläufe das Tauwasser so hoch aufgestaut haben, dass es über die Abdichtungsebene in die Mauerwerksschalen gelaufen ist. Auf der Bodenplatte habe sich das Wasser dann weiter ausgebreitet.

„Als an einigen Bereichen der Wände feuchte Stellen sichtbar wurden, haben wir gehandelt“, sagt Mohr. Nach seinen Angaben wurden die betroffenen Wandbereiche getrocknet. Nach einer Raumluftmessung sollten die Räume der Krippe eigentlich wieder freigegeben werden – doch die Messung zeigte „Auffälligkeiten“. Die Stadt ließ daher zusätzlich eine Materialprobe der Wand entnehmen, deren Ergebnis die Sorgen nicht entkräften konnte: Alles deute auf Sporenbefall hin, fasst Volker Mohr die Aussagen des Gutachters zusammen.

Nun müsse saniert werden, an einem Konzept werde gearbeitet. Da bisher nur eine Probe aus der Wand untersucht wurde, haben Fachleute weitere Materialproben aus der Wand und dem Estrich entnommen. „Nur so lässt sich der Schadensbereich eingrenzen“, erklärt der Fachbereichsleiter. Mit den Ergebnissen rechnet er bis Ende August. Davon hänge auch der Umfang der Sanierungsarbeiten ab.

Sollten nur die Wände betroffen sein, könnten die Arbeiten bis Ende September beendet werden. Falls auch der Boden saniert werden muss, würden sich die Arbeiten voraussichtlich bis Ende Oktober hinziehen, so seine Schätzung.

„Das ist eine sehr missliche Situation“, sagt Mohr. Alternativen zu einer umfassenden Sanierung gebe es jedoch nicht, denn „die Sicherheit der Kinder steht ganz obenan“. Um Gefährdungen für die Mädchen und Jungen im Altbau der Kita auszuschließen, seien die belasteten Räume im Krippenbereich luftdicht abgeschottet worden, heißt es.



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