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„Moscow Circus on Ice“ lockt nur wenige Besucher

Schillernde Show vor kleinem Publikum

HAMELN. Eigentlich war alles für eine ganz besondere Veranstaltung mit ganz besonderem Ambiente vorbereitet. Doch nur eigentlich. Denn die zuweilen atemberaubende Show des „Moscow Circus On Ice“ fand in Hameln so gut wie unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

veröffentlicht am 17.12.2017 um 14:01 Uhr

Beeindruckend: Mit Schlittschuhen im Rhön-Rad. Foto: HEK

Autor:

Henner E. Kerl
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Zu den beiden Veranstaltungen kamen am Sonnabend gerade einmal rund 700 Besucher in die Rattenfänger-Halle, die weit mehr Besucher fassen kann – und da verwunderte es wenig, dass die faszinierende Mixtur aus Artistik, Eiskunstlauf, Magie und Romantik kaum Stimmung aufkommen ließ.

„Moscow Circus on Ice“ ist seit über 50 Jahren ein Qualitätsbegriff. In Russland, wo Eiskunstlauf und Zirkus einen besonderen Stellenwert haben, entstand im Jahr 1964 die Idee, beides miteinander zu verbinden. Seither haben über 200 Millionen Besucher die Shows mit den Artisten auf Kufen gesehen. Bis nach Hameln scheint sich das nicht herumgesprochen haben: Die Resonanz auf das Gastspiel des Ensembles aus Moskau hätte nicht schlechter sein können, und je länger die perfekt inszenierte Show des weltweit ersten Zirkus’ auf Eis auf der kleinen Kunsteisbühne in der Rattenfängerhalle dauerte, desto mehr konnte das Mitleid mit den Künstlern und Artisten wachsen. Denn sie alle präsentierten sich als Meister ihres Fachs, sorgten für ein Fest für die Augen, ließen staunen und mussten sich dennoch wie in der falschen Veranstaltung fühlen.

„Triumph“ nennt sich das neue Programm des „Moscow Circus On Ice“. Mit dem Anspruch auf höchste sportliche Präzision bietet es unter der Leitung von Kirill Kirillov über zwei Stunden beste Unterhaltung und alle Zutaten für einen Triumphzug. Dabei zeigen alle Akteure, dass sie nicht nur als Stelzentänzer, am Hochseil, mit dem Rhönrad, als Jongleure, auf dem Einrad oder als Zauberkünstler Extraklasse verkörpern, sondern auch perfekte Eiskunstläufer sind. So wechselt ein Feuerwerk von Todesspiralen mit Tänzen voller märchenhafter Anmut und waghalsiger Akrobatik am Trapez unter der „Kuppel“ der Halle ab.

Abwechslung ist Trumpf bei „Triumph“ – eben noch rätseln die Zuschauer, was hinter dem Zauber steckt, dass Akteure binnen drei Minuten sechsmal in neuem Kostüm erscheinen können, da wirbeln die Eisläuferinnen mit ungezählten Hula-Hoop-Reifen schon über die aus einem dünnen Film aus Wasser und Silikon zu Eis gewordene Bühnenfläche, da gibt es den Sommernachtstraum mit Drehakrobatik, ehe die winterliche Einradrevue, Jonglage-Einlagen der Extraklasse, das Massen-Seilspringen und eine mitreißende Rhönrad-Show folgen. Tolle Lichteffekte setzen alles in Szene, und die traumhaften, fantasievollen Kostüme bilden das i-Tüpfelchen einer Show, der man nur wünschen kann, dass ihr auf ihren nächsten 37 Tourneestationen ein so spärlich besetzter Saal wie in Hameln erspart bleibt.



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