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Gravierende Schäden an Mauerwerk und Fenstern / Sanierung ist umgehend erforderlich

Schiller-Fassade braucht eine Million Euro

Das Schiller-Gymnasium kommt nicht zur Ruhe. Erst im vergangenen Sommer haben Handwerker angefangen, das marode Dach zu sanieren.

veröffentlicht am 26.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 12.11.2016 um 05:21 Uhr

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Foto: Dana

Hameln (ni). Jetzt rächt sich, dass die Stadt Hameln die Unterhaltung ihrer Gebäude über ein Jahrzehnt lang auf Sparflamme gefahren hat: Das Schiller-Gymnasium meldet gravierende Schäden an der Fassade, die umgehend behoben werden müssen. Kosten: Rund eine Million Euro.

Für die Mitglieder des Bauausschusses war die Nachricht gestern die Hiobsbotschaft des Tages, unter der nicht nur Sozialdemokrat Herbert Rode gequält aufstöhnte: „Schon wieder eine Million, die wir nicht im Haushalt haben. Ich weiß gar nicht mehr, wie das weitergehen soll.“

Der marode Zustand der denkmalgeschützten Fassade war durch einen Zufall offenkundig geworden. Von einer der „Bekrönungen“, die die Fenster des Hauses einrahmen, war ein Teil abgebrochen und auf den Schulhof gekracht – glücklicherweise zu einem Zeitpunkt, als sich keine Schüler dort aufhielten. Durch diesen Vorfall alarmiert, ließ die Stadt die Fassade genauer unter die Lupe nehmen. Das Ergebnis der Untersuchung hat auch Schulleiter Andreas Jungnitz „vom Stuhl gehauen“.

Geschossdecken werden in Osterferien untersucht

Danach ist der Fugenmörtel zwischen den Steinen des zweischaligen Ziegel-Sichtmauerwerkes teilweise ganz verschwunden und in großen Bereichen nur noch zwei statt fünf Zentimeter dick. Mit der Folge, dass permanent Wasser in die Fassade eindringt. Setzungsrisse – ein Dauerpro-blem des Gebäudes, das 1897 auf einem zugeschütteten alten Wehrgraben errichtet wurde – zeigen sich an verschiedenen Stellen. Die Gesimsbänder der Fenster sind verwittert und bröckeln. Die Flacheisen, mit denen die Bekrönungen gehalten werden (sollten) sind durchgerostet. Durch den schadhaften Anstrich der Fenster ist Nässe ins Holz gezogen, teilweise sind keine Dichtungen mehr vorhanden.

Als Sofortmaßnahme, um Schüler vor Schaden zu bewahren, hat die Stadt die Fassade zur Schulhofseite komplett einrüsten lassen. Die Sanierung soll in den Sommerferien in Angriff genommen werden und zieht sich voraussichtlich bis Ende des Jahres hin. Eckhard Koss, Baudezernent und Erster Stadtrat, sieht gute Chancen, für die Instandsetzung inklusive Erneuerung der Fenster einen Zuschuss aus dem Konjunkturpaket zu erhalten.

In den Osterferien werden die Balken in den Geschossdecken des Schiller-Gymnasiums untersucht. „Wir können nur hoffen, dass die nicht so marode sind wie die im Dach“, hofft die Verwaltung.



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