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DLRG und Feuerwehr im Einsatz / Wasserschutzpolizei schaltet Untersuchungskommission ein

Schiff verliert Diesel – Alarm auf der Weser

veröffentlicht am 01.06.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:37 Uhr

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Hameln (ube). Alarm auf der Weser – ein bunt schillernder Dieselfilm trieb am Samstag in Richtung Hameln. „Unterhalb des Ohrbergs war der Ölteppich so breit wie der Fluss“, sagt Rettungsschwimmer Detlev Grabbe von der DLRG. Mit ihrem Patrouillenboot „Greif zu“ hatten Grabbe und sein Kamerad Michael Brüggemann gerade Taucher von einem Übungseinsatz abgeholt. „Erst konnten wir den Kraftstoff nur riechen. An unserem Bootshaus sahen wir dann große Schlieren. Die DLRG-Männer informierten um 12.58 Uhr via Handy die Regionalleitstelle Weserbergland und machten sich schon einmal auf die Suche nach der Ursache. Nur wenige Minuten später trafen die Untere Wasserbehörde, die Wachbereitschaft und das Team „Hilfeleistung“ der Hamelner Feuerwehr an der Kaimauer ein. In Höhe der „Sumpfblume“ wurde das Boot „Uta“ zu Wasser gelassen.

Da die Wasserschutzpolizei bei einem Bootsunfall in Bodenwerder im Einsatz war (siehe Seite Bodenwerder), übernahmen Beamte der Tatort-Gruppe und des Einsatz- und Streifendienstes die ersten Ermittlungen. Zeugen wurden befragt und Wasserproben entnommen.

Als den DLRG-Helfern ein Fahrgastschiff entgegenkam, waren sie sich sicher, den Verursacher gefunden zu haben. Grund: „Das Schiff zog eine Geruchsfahne hinter sich her. Es hat extrem gestunken“, sagte Grabbe. Polizisten inspizierten den Maschinenraum.

Inzwischen hat die Wasserschutzpolizei ein Verfahren eingeleitet. „Noch ist unklar, warum das Schiff Kraftstoff verloren hat“, sagt Polizeihauptkommissar Lothar Moniac – und fügt hinzu: „Deshalb haben wir die Zentrale Schiffsuntersuchungskommission eingeschaltet.“ Das bedeutet: Spezialisten der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung werden nach der Ursache forschen.

Nach Gewässerverunreinigungen sei das Fahrgastschiff bereits mehrfach zuvor ins Visier der Ermittler geraten, sagte der Leiter der Wasserschutzpolizei.

Ein ziviler Ermittler der Tatort-Gruppe hält die Angaben des Zeugen Detlev Grabbe (rotes T-Shirt) fest. Boote der DLRG und der Feuerwehr sind im Einsatz. Im Hintergrund legt das Fahrgastschiff an, das den Kraftstoff verloren haben soll. Foto: ube



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