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Gemeinsame Bereisung der Region von Verkehrsclub Deutschland und Bürgerinitiative Transit

Schiene oder Straße? Verbände wollen es wissen

Hameln (CK). „Jeder Lkw, der nicht auf der Straße rollt, ist schon ein wertvoller Beitrag zum Lärmschutz in der Region. Abgasfrei und effizient kann nur die Schiene umweltverträglichen Güterverkehr organisieren.“ Diese Auffassung jedenfalls vertritt Thomas Dippert, Vorstandmitglied im Verkehrsclub Deutschland, dessen Kreisverband Minden-Lübbecke- Herford (VCD) am vergangenen Sonntag eine Bereisung durchführte, die das Thema „Schienenverkehrslärm an Nord- und Südbahn und Ausbauvarianten der Güterbahn auf dem Prüfstand“ zum Inhalt hatte und auch in Hameln Station machte.

veröffentlicht am 25.09.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 12:41 Uhr

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Im Mittelpunkt der Rundreise stand eine Sachstandserhebung zu möglichen Ausbauplänen einer der beiden Strecken, um ein steigendes Güterverkehrsaufkommen zu bewältigen. Der VCD befürwortet nach Dipperts Worten eine Politik „Güter auf die Bahn“. „Um dafür die richtige Lösung zu finden, Anwohneranliegen kennenzulernen und die örtliche Situation sowohl bahntechnisch als auch lärmtechnisch zu begutachten, wollten wir eine Bereisung beider Trassen durchführen.“

Konkurrierend beplant werden sollen die Schienenverkehrswege (Löhne -) Bad Oeynhausen – Minden –

Wunstorf („Nordbahn“) und (Löhne - ) Bad Oeynhausen Süd – Hameln – Elze („Südbahn“). Brennpunkte sind der Bahnknoten Wunstorf bei Hannover auf der Nordtrasse,

das Weserbergland (Coppenbrügge) und insbesondere die Stadt Hameln auf der Südtrasse. In der heimischen Region gibt es die Bürgerinitiative Transit, die sich allerdings vehement dagegen ausspricht und die Teilnehmer des VCD auf der Rundreise begleitete. So wollten BI-Vertreter während einer einstündigen Begehung in der Innenstadt zeigen, wie die Südtrasse die Stadt Hameln zerschneide und so ungeeignet sei, verstärkt Güterverkehr aufzunehmen. Mitglieder der Bürgerinitiative waren bereits am Morgen ab Bad Oeynhausen Süd mit vor Ort – so sollte nach Dipperts Auskunft vermieden werden, dass „Kirchturmpolitik“ gemacht werde. Vielmehr solle ein möglichst objektives Bild entstehen, das die umweltverträglichste Variante für den Schienengüterverkehr befördert. Dippert: „Der Lärmschutz für die Anwohner ist dabei zentrales Thema.“

Bettina Tovar-Luthin von der BI Transit zieht nach der Bereisung jedenfalls ein erstes positives Fazit. „Der VCD hat bei unserem Rundgang über Koppenstraße und neues Scharnhorstviertel offenbar erkannt, dass die Pläne für Hameln keine Option sind. Insofern fühlen wir uns mit unseren Sorgen ernst genommen.“ Die vereinzelt geäußerte Erwägung, die Zahl der Züge eventuell zu beschränken, trifft ihrer Meinung nach aber nicht die Realität. Worauf sie jetzt hofft: dass auch der VCD Niedersachsen das Thema aufgreift. Schließlich schicke ja das Land Niedersachsen im Januar seine „Wunschliste“ nach Berlin. Und im Januar, so sagt sie, seien auch Landtagswahlen...

Natürlich mit dem Zug angereist: Mitglieder des VCD Herford-Minden-Lübbecke und der Bürgerinitiative Transit.

Foto: Dana

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