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Scheitert die Ganztags-Grundschule am Geld?

veröffentlicht am 06.05.2009 um 18:25 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:37 Uhr

klüt

Hameln (ni). Die Klütschule soll zum kommenden Schuljahr zu Hamelns erster Ganztagsschule im Grundschulbereich werden. Das pädagogische Konzept dafür steht, doch die für die Umsetzung unerlässlichen Rahmenbedingungen sind noch lange nicht erfüllt.

 „Uns fehlt nicht nur ein Raum, uns fehlen auch noch 10 000 Euro, um das erforderliche Personal bezahlen zu können“, sagt Schulleiter Raimund Seeldrayers. Er sieht der geplanten Ausweitung des Ganztagsangebotes auf alle Jahrgänge der Grundschule darum auch mit gemischten Gefühlen entgegen – und blickt neidvoll nach Celle. Die Stadt im Süden der Lüneburger Heide hat im vergangenen Jahr alle 15 Grundschulen in Ganztagsschulen umgewandelt, dafür drei Millionen Euro in bauliche Veränderungen investiert und darüber hinaus im städtischen Etat ein Jahresbudget von 1,8 Millionen Euro für die laufende finanzielle Unterstützung der Einrichtungen eingeplant. Von den Celler Verhältnissen kann Seeldrayers in Hameln nur träumen.

Von der Sinnhaftigkeit ist des Angebotes ist Seeldrayers felsenfest überzeugt, aber die Fülle noch ungeklärter Fragen macht ihm Kopfschmerzen angesichts der Tatsache, dass heute schon 70 Prozent der künftigen Erstklässler an seiner Schule für den Ganztagsbetrieb angemeldet sind. Doch selbst wenn es für das Raum- und Finanzierungsproblem noch rechtzeitig eine Lösung gibt, sind längst nicht alle Schwierigkeiten ausgeräumt. Weil die Klütschule Hamelns  einzige Ganztagsschule im Grundschulbereich ist, steht sie auch Kinder aus anderen Schulbezirken offen. Viele Eltern nutzten diese Möglichkeit, meldeten ihren Nachwuchs wegen des Ganztagsbetriebes an - und haben am Ende vielleicht doch mit Zitronen gehandelt. Sollte nämlich die Nachfrage das Angebot an Plätzen übersteigen, werden laut Seeldrayers die Schüler aus dem Einzugsgebiet der Klütschule bevorzugt und gehen die "zugewanderten" leer aus.

 



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