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Hamelner Theater setzt auf die bewährte Angebotsvielfalt

Schauspiel, Tanz und reichlich Promis

veröffentlicht am 26.05.2016 um 14:31 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:29 Uhr

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Schon im Mai 2017 endet die Theatersaison, was der endlosen Geschichte der dann wieder anlaufenden Brandschutzmaßnahmen samt Sanierung des Sanitärbereiches geschuldet ist.

Der Vielseitigkeit des Programms tut das aber keinen Abbruch. Für den erkrankten neuen Intendanten Wolfgang Haendeler stellte Dramaturgin Ilka Voss das noch von Dorothee Starke und ihr gemeinsam konzipierte Programm vor.

Unter dem recht allgemein formulierten Motto „Suche“ subsumiert sich erneut eine außerordentliche Programmvielfalt. Voss: „Da ist zum einen natürlich das klassische Schauspiel mit Lessings Nathan dem Weisen (26.9.), aber auch Shakespeares Perikles (17.3.), Effi Briest (1.3.), dem Abiturthema 2018 oder Thomas Bernhards „Der Theatermacher“ (5.5.)“.

Daneben zollen zahlreiche Aufführungen dem anhaltenden Trend „Literatur auf der Bühne“ Rechnung. Voss: „Da gibt es „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“ (26.10), dann „Corpus delicti“ (31.10.) nach dem Roman von Julie Zeh, oder den Schocker „Erbarmen“ (17.5.) von Jussi Adler Olsen in einer Produktion des Berliner Kriminaltheaters.“

Publikumsträchtig ganz sicherlich auch die große Zahl von prominenten Schauspielern, die auf der Hamelner Bühne zu erleben sein werden. Das reicht von Leslie Malton und Felix von Manteuffel in Edward Albees, von Leonhard Koppelmann und Peter Jordan inszeniertem Klassiker „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“ (29.10) über eine Lesung von Bettina Tiedjen („Unter Tränen gelacht. Mein Vater, die Demenz und ich“, 21.11.) und einem Wiedersehen mit Suzanne von Borsody, die im Weihnachtsprogramm aus Elke Heidenreichs „Erika oder der verborgene Sinn des Lebens“ (10.12.) liest bis hin zur Tatortkommissarin Ulrike Folkerts, die zusammen mit Joachim Bliese in Lily Bretts „Chuzpe“ am 7.4.17 zu sehen sein wird.

Ein Publikumsmagnet werden nach Meinung von Voss auch wieder die mittlerweile zum achten Mal veranstalteten „Tanztheatertage“ sein, bei denen neben bekannten Tanzcompagnien wie dem Tanztheater Münster („Romeo und Julia“, 26.3.) auch erstmals eine dänische Tanztheatertruppe zu bewundern sein wird (Danish  Dance Company mit „Black Diamond“, 1.4.).

Ganz auf Bewährtes setzt das Programm, der Studiobühne, dem TAB: die Hamelner „Pädagogian Harmonists“ haben dabei ebenso ihr Stammpublikum wie die beiden Detmolder Entertainer Ulrike Wahren und Peter Stolle, die zu Weihnachten wieder in Hameln sein werden. Und auch die quirligen Kabarett-Brüder Podewitz werden mit von der Partie sein. Eine Besonderheit: am 14.11. verwandelt sich bei „Salzwasser“ das TAB am Blauen Montag in einen irischen Pub mit entsprechender live-Musik.

Neben den wiederum sechs Sinfoniekonzerten, die auch wieder entsprechend eingeleitet und fachkundig kommentiert werden sollen, kommen auch die Kleinsten auf ihre Kosten. Bei „Aladin und die Wunderlampe“ oder - für etwas ältere - beim „Cybermobbing“.

Doch nicht nur der Mainstream wird bedient, auch „Sperriges“ kündigt Voss an. „Die lächerliche Finsternis“ von Wolfram Lotz etwa. Eine an Joseph Conrads „Herz der Finsternis“ und Francis Ford Coppolas „Apocalyse now“ angelehntes Stück. Schwere Kost, aber auch die gehört zu einem erfolgreichen Theaterprogramm. Und das startet am 11. September ab 14 Uhr mit einem schon zur Tradition gewordenen „Theaterfest“.



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