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Auf die Füllung oder den Mantel kommt’s an: Äpfel und Gewürze geben Schweinefleisch Pfiff

Saustark – der leckere Fertigbraten zum Fest

Eigentlich gilt der Advent ja als besinnliche Zeit. Für viele aber sind gerade die Vorweihnachtstage mit Stress und Hektik verbunden: Da müssen Geschenke gekauft, soll das Heim herausgeputzt und fürs Fest dekoriert werden. Und das Einkaufen erledigt sich ja auch nicht nebenbei. Zwischen Job, Familie und Weihnachtsvorbereitungen bleibt dann oft nur noch wenig Zeit für die Küche. Das aufwendige Kochen wird auf die Festtage verschoben. Jetzt muss alles schnell gehen, soll sich das Essen am besten fast von selbst erledigen – und trotzdem am Wochenende etwas Besonderes sein. Schön, wenn dann der Hausfrau (oder dem Hausmann) die Arbeit erleichtert wird, auf dem Wochenmarkt von den Fleischern bereits fix und fertig vorbereitete Braten oder Pfannen angeboten werden, die man nur noch in den Ofen schieben muss. Gabriele Reich von der Fleischerei Christoph aus Hemeringen ist ausgesprochen phantasiebegabt, wenn es ums Festessen geht und hält gleich mehrere Variationen zum Thema Schwein bereit.

veröffentlicht am 15.12.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 11:41 Uhr

Raffiniert in der Note und schon fix und fertig für den Ofen: der Nackenbraten mit Apfelstückchen und Lebkuchengewürz, das Filet
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Eine ausgesprochen weihnachtliche Note hat ihr Adventsbraten mit Boskop-Äpfeln. Er besteht aus Schweinenacken und ist mit Apfelstückchen gefüllt, die in Lebkuchengewürz gebettet wurden. Das gibt dem Braten nicht nur den besonderen Geschmack – „die ganze Küche duftet beim Garen auch schön weihnachtlich“, weiß Gabriele Reich. Bei 180° C braucht der Braten je nach Größe etwa zwei bis zweieinhalb Stunden. Aus der Flüssigkeit, die beim Garen entsteht, lässt sich eine wunderbare Soße zaubern: Den Sud mit einem Schuss Calvados oder Rotwein ablöschen und Sahne oder Crème fraîche dazugeben. Dazu passen Rotkohl und Kartoffelklöße, aber auch Rosenkohl und Salzkartoffeln. Das Kilo dieses bereits fertig gewürzten Bratens kostet 8,80 Euro.

Wer es fettarmer bevorzugt, ist mit Schweinefilet gut bedient. Ummantelt mit Wirsing und Bauchspeck, ist bei dieser Bratenvariante gleich schon ein bisschen Gemüse dabei, das auch für den Sud einer würzigen Soße sorgt. Im Backofen braucht der Braten 45 Minuten bis eine Stunde. Köstlich dazu sind Rösti und Pfifferlinge. Ein Kilo dieses Filetbratens kostet 19,80 Euro.

Das Schwein. Es gehört zu den wichtigsten Nahrungsmitteln des Menschen. Seit unsere Vorfahren anfingen, sesshaft zu werden, haben sie Schweine als Haustiere gehalten. Domestiziert wurde das Wildschwein. Seither werden Schweine hauptsächlich als Fleischlieferanten gehalten. Denn: Sie sind schnellwüchsig und bekommen viel Nachwuchs. Auch in der Medizin spielen sie eine nicht unwichtige Rolle, da sie an der Produktion vieler Arzneistoffe, darunter auch Insulin, beteiligt sind. Während früher Schweine vor allem auf Weiden oder in Mischwäldern gehalten wurden, setzte in der Neuzeit, zunächst in England, eine gezielte Rassenzucht ein. Durch verschiedene Züchtungen und Ansprüche der Verbraucher entstanden viele neue Rassen. Mit zunehmendem Wohlstand der Menschen und wachsender Technisierung in der Landwirtschaft verschlechterten sich die Lebensbedingungen der Schweine. Heute werden sie immer häufiger in Ställen gehalten: Die Weidehaltung hat weitgehend ausgedient, weil dort nicht so viele Tiere untergebracht werden können. Im Stall können die Tiere überdies intensiver gemästet und gefüttert werden.

Das alles gilt natürlich nicht für Wildschweine, Stammform des Hausschweins und anpassungsfähige Allesfresser, die in Mitteleuropa vor allem durch den verstärkten Anbau von Mais stark zugenommen haben. Sie wandern verstärkt in besiedelte Bereiche ein und sind in einigen Regionen sogar schon zur Plage geworden. Wildschweinfleisch ist daher zwar keine Rarität, aber magere, schiere Ware hat nach wie vor ihren Preis. So kostet das Kilo Wildschweingulasch bei der Fleischerei Christoph 22 Euro. Es ist aus der Keule – und: „abfallfrei“, sagt Gebriele Reich, „das wissen die Kunden“. Bei ihr gibt es das Wildschweingulasch pfannenfertig zubereitet mit Zwiebeln und Pilzen und gewürzt mit Kräutern fürs Wild. Die Soße wird mit einem kräftigen Rotwein und einem Löffel Preiselbeeren abgeschmeckt. Perfekte Ergänzung zum Wildschweingulasch sind Salzkartoffeln und Rotkohl oder Rosenkohl.

Vom Hamelner Wochen-

markt berichtet

Karin Rohr



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