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Stadt erwägt Bußgeldkatalog für Umweltverschmutzer / Hamelner fürchten pöbelnde Jugendliche, Stadtstreicher und Bettler

Sauberkeit kann das Gefühl der Sicherheit erhöhen

Hameln (HW). „Eine schmutzige Stadt wird als unsicherer angesehen als eine saubere“, beschreibt Dieter Schur den Unterschied zwischen objektivem und subjektivem Sicherheitsgefühl. Hameln gehöre zu den zehn sichersten Städten Niedersachsens, die Zahl der Kriminalfälle sinke und die Aufklärungsrate sei hoch. Dennoch gebe es nach den Ausführungen des Fachbereichsleiters Recht und Sicherheit im Stadtgebiet Gegenden, in die sich die Bürger nur ungern trauten. Dies seien beispielsweise der nördliche Bereich des Werders, der Fußgängertunnel „Grüner Reiter“, öffentliche Toiletten, Brückenauf- und -abgänge, der Bereich vor dem alten Kino in der Deisterstraße, die Deisterallee und auch der Bahnhofsvorplatz. Eine Kommission habe in Zusammenarbeit mit der Polizei ihre Arbeit aufgenommen, um ein Konzept zu erarbeiten, das die Sauberkeit und Sicherheit in Hameln erhöhen solle. „Dabei handelt es sich um einen Einstieg in diese Thematik“, unterstrich die zuständige Dezernentin Gaby Willamowius gestern vor dem Ausschuss für Recht und Sicherheit.

veröffentlicht am 16.11.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 15:41 Uhr

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„Dunkle Ecken“ seien häufig mit Dreck und Lärm verbunden, deshalb werde erwogen, einen Bußgeldkatalog gegen achtlos entsorgten Müll zu erarbeiten. „Verwahrloste und schlecht ausgeleuchtete Plätze erleichtern auch Straftaten“, sagte Dirk Barnert als Vertreter der Polizei. Der Hamelner Bürger fürchte pöbelnde Jugendliche, mache auch um Stadtstreicher und Bettler einen Bogen. „Es gibt No-Go-Areas, wo sich niemand hintraut“, so Barnert, der jedoch darauf verzichtete, diese Gebiete näher zu benennen. „Es handelt sich immer um das subjektive Gefühl. Objektiv ist die Sicherheit in Hameln auf jeden Fall gegeben“, betonte der Polizeibeamte. Die Sicherheit stünde jedoch in engem Zusammenhang mit der Sauberkeit.

„Es wird immer Kriminalität geben, aber der Weg ist das Ziel“, ergänzte Schur. Deshalb habe die Verwaltung aus der ersten Analyse auch bereits Konsequenzen gezogen. Das städtische Sicherheitspersonal soll mit einheitlichen Westen und dem Aufdruck „Ordnungsamt“ versehen werden, um für jedermann gut erkennbar zu sein. Die Kleidungsstücke seien in einem dunklen Blauton geordert worden. Analog zur Uniform der Polizei, die ihre Streifen in der Innenstadt ebenfalls verstärken will. Die künftig im Straßenbild gleich gekleidete erscheinenden städtischen Mitarbeiter haben zudem an einem Deeskalationstraining bei der Polizei teilgenommen.

Das Konzept soll fortgeschrieben werden und das veränderte Freizeitverhalten berücksichtigen. Deshalb hat der Ausschuss eine redigierte Fassung der Verordnung zur allgemeinen Gefahrenabwehr einstimmig verabschiedet.



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