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Experten über Lüftungsanlagen

Saubere Luft in den Schulen

HAMELN. Welche Lüftungsanlage kann die Infektionsgefahr im Klassenzimmer reduzieren? Mit dieser Frage sehen sich derzeit häufig Politik und Verwaltung konfrontiert. Eine Info-Veranstaltung der Klimaschutzagentur Weserbergland soll hier Klarheit bringen.

veröffentlicht am 21.09.2021 um 11:00 Uhr
aktualisiert am 21.09.2021 um 11:50 Uhr

Oftmals wird die Entscheidung über die geeignete Lüftungstechnik für die Verantwortlichen zur Herausforderung, wenn das dafür notwendige Fachwissen über die Funktionsweisen der verschiedenen Anlagen fehlt.

Die Klimaschutzagentur Weserbergland und die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen wollen über das Thema Lüftungsanlagen in Schulen umfassend informieren. Das soll im Rahmen einer digitalen Informationsveranstaltung geschehen.

Fest steht: Mit der passenden Anlage kann neben dem Infektionsrisiko auch der CO2-Gehalt der Luft verringert und Energie eingespart werden, die beim Lüften durchs Fenster verloren ginge.

Am Donnerstag, 30. September, erläutern Experten die Anforderungen und Fördermöglichkeiten von Lüftungsanlagen. Es sprechen: Clemens Schickel vom Bundesindustrieverband Technische Gebäudeausrüstung sowie Susanne Pietsch und Sebastian Buben, beide vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Die Runde ergänzt Gerhard Beer vom Niedersächsisches Kultusministerium.

Eine flächendeckende Ausstattung mit Luftfiltern an den niedersächsischen Schulen ist noch nicht in Sicht. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte deshalb jüngst das Verhalten der Bundesländer im Bezug auf den Schutz von Schülern kritisiert. „Die Bildungsminister der Länder haben es bislang nicht geschafft, sich auf einheitliche Regeln für die Schulen zu verständigen“, sagte der CDU-Politiker in der „HAZ“. Es würden nicht alle Möglichkeiten genutzt, Kinder zu schützen.

„Nehmen Sie die PCR-Lollitests. Die sind einfach durchzuführen und sorgen für mehr Sicherheit. Oder die Luftfilter. Warum haben die Länder davon bislang nicht mehr angeschafft?“, so Spahn. Wenn er als Bundesminister über Tests und Impfstoffe so diskutiert hätte wie manche Länder über Lüftungsanlagen in Schulen, dann hätte Deutschland bis heute keinen Impfschutz.

Die Kritik beziehe sich auch auf Niedersachsen, wo die Landesregierung erst kurz vor den Sommerferien die Möglichkeit geschaffen hatte, Luftfilter finanziell zu fördern.


Die Online-Veranstaltung beginnt um 9.30 Uhr und endet gegen 12 Uhr. Anmeldungen sind noch bis zum 28. September möglich bei Ruth Drügemöller unter der Telefonnummer 0511/897039-27 oder per E-Mail an ruth.druegemoeller@klimaschutz-niedersachsen.de. red



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