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Umsätze, Gewinne, Investitionen: Konjunkturstimmung in den Unternehmen sehr gut

Sauber, dieser Boom: Herbstumfrage ist top

HAMELN. Die Stimmung in den meisten Unternehmen im Weserbergland bleibt blendend: Die aktuelle Konjunkturumfrage des Arbeitgeberverbandes strotzt nur so vor guten bis sehr guten Zahlen. So zeigen sich 87 Prozent der Unternehmen sehr zufrieden mit der wirtschaftlichen Entwicklung.

veröffentlicht am 27.11.2017 um 17:02 Uhr

Viel Arbeit, hohe Auslastung, jede Menge Berufskleidung: Auch die MEWA in Hameln profitiert von dem Konjunkturboom. Foto: Mewa/PR
Thomas Thimm

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Thomas Thimm Stv. Chefredakteur zur Autorenseite
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In den allermeisten Unternehmen steigen Umsätze und Gewinne zum Teil sehr deutlich, viele Firmen wollen investieren und denken auch über Neueinstellungen nach. Der Geschäftsführer des Arbeitgeberverbandes der Unternehmen im Weserbergland (AdU), Dieter Mefus, fasst die Umfrage so zusammen: „Die Konjunkturlage befindet sich auf weiterhin hohem Niveau. Die Zahlen liegen wie 2016 weit oben und weisen hier und dort sogar noch ein Plus aus.“ So könne man bei der Auslastung der Kapazitäten „wirklich nicht meckern“.

Die entscheidenden Faktoren Umsatz und Gewinn spiegeln dieses Bild exakt wieder: 87,5 Prozent der Unternehmen im Weserbergland berichten über auf hohem Niveau gleichbleibende oder sogar steigende Umsätze – bei 12,5 war der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Beim Gewinn ein ähnliches, wenngleich etwas schwächeres Bild: 75 Prozent die Firmen berichten über eine gleichbleibende oder gestiegene Gewinnsituation – 25 Prozent müssen mit schrumpfenden Gewinnzahlen klarkommen. Mefus sagt dazu: „Letzteres muss man in den kommenden Monaten beobachten. Die Gewinne werden unter anderem auch deshalb vorsichtiger beurteilt, weil sich auf der Kostenseite die Tariferhöhungen bemerkbar gemacht haben. Die waren in vielen Branchen nicht von Pappe.“ Aber Mefus stellt auch fest: „Aus der Herbstumfrage muss man keine Besorgnis für 2018 herleiten.“

Dieser Optimismus zeige sich in anderen Zahlen der Umfrage: So gaben 34 Prozent der Unternehmer an, weiter expandieren zu wollen. Dieses sei in vielen Fällen mit zum Teil erheblichen Investitionen verbunden. Aus der Umfrage geht hervor, dass es sich in 38 Prozent der Investitionsfälle um größere Maßnahmen oberhalb der Summe von einer halben Million Euro handelt.

Wie Mefus ausführt, soll vor allem in Anlagen und Gebäude investiert werden ( 54 Prozent). Mefus: „Es geht in den Unternehmen vor allem um zwei entscheidende Dinge: Erstens soll in Energieeffizienz investiert werden, weil das in Zukunft Kosten sparen hilft. Und zweitens werden innere Arbeitsabläufe optimiert.“ 45 Prozent der Betriebe haben das Stichwort Rationalisierung auf ihrer To-do-Liste stehen – was häufig nichts anderes zu bedeuten hat, als dass mit gleicher Personalstärke mehr geschafft werden muss.

Als regionaler Verband freut sich der AdU darüber, dass 82 Prozent der Firmen im Weserbergland investieren wollen. Mefus: „Das zeigt die große Verbundenheit der Unternehmer mit unserer Region.“ Dies stärke letztlich die Region von innen heraus.

Allerdings hat das Weserbergland gleich mehrere strukturelle Probleme. In früheren Jahren wurde immer wieder moniert, dass die Verkehrsanbindung von Hameln-Pyrmont zum Beispiel ans Autobahnnetz so schlecht sei. Heutzutage sind es jedoch andere Autobahnen, die den Unternehmen fehlen: die Datenautobahnen. Mefus: „Beim Straßenverkehr wäre mehr schöner, beim Internet geht es um die Frage Ein oder Aus. Wenn der Lkw zehn Minuten später kommt, ist das etwas anderes als wenn ein Unternehmen seine Datenmenge übers Internet nicht wegbekommt oder erhält.“ Deshalb unterstütze der AdU jede Anstrengung, die für ein schnelleres, dichteres und belastbareres Internet-Netz initiiert werde.

Mein Standpunkt
Thomas Thimm
Von Thomas Thimm

Ein gutes Drittel der Unternehmer gibt der aktuellen Internet-Versorgung die Note mangelhaft. Der Landkreis Hameln-Pyrmont will die Digitalisierung vorantreiben. Und hat einen ambitionierten Plan: Bis Ende 2019 soll jedes Haus auch auf „der letzten Meile“ per Glasfaserkabel an das ein Gigabit schnelle Internet angeschlossen sein. Respekt!

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