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Herrenhaus wird nächste Baustelle

Sanierung des Redenhofes zur Hälfte abgeschlossen

HAMELN. Die Sanierungsarbeiten auf dem „Redenhof“ sind zur Hälfte abgeschlossen. Fast. Zumindest die Sanierung des einstigen „Wirtschaftsgebäudes“ steht kurz vor dem Abschluss. Nur die Fertigstellung des Erdgeschosses steht noch aus. Doch die Fenster sind bereits installiert – und am Montag etwas gefeiert worden.

veröffentlicht am 26.06.2017 um 17:23 Uhr
aktualisiert am 26.06.2017 um 18:50 Uhr

Gutsverwalter und Miteigentümer Eckart von Reden führt den Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Hameln-Weserbergland Alois Drube und die übrigen Gäste über den Redenhof. Foto: Dana
Philipp Killmann

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Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite
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Die aufwendige, seit nunmehr vier Jahren andauernde Sanierung des Hamelner Schmuckstücks „Redenhof“ am Ostertorwall ist nämlich nicht nur der Eigentümergemeinschaft von Reden viel Geld wert, die für das Gros der beträchtlichen Kosten aufkommt. Auch der Sparkasse Hameln-Weserbergland und der Niedersächsischen Sparkassenstiftung sind Erhalt und Aufwertung des denkmalgeschützten Gebäudes etwas wert. Mit 20 000 Euro – 15 000 Euro von der Stiftung, 5000 Euro von der Sparkasse – haben sie die mit dem Denkmalsschutz abgestimmte Erneuerung der Fensterfront unterstützt.

Die bisherigen Renovierungs- und Sanierungsaufwendungen seien „sehr hoch“ gewesen, so Gutsverwalter und Miteigentümer Eckart von Reden, und „zu 90 Prozent von der Eigentümergemeinschaft und zu zehn Prozent durch ein Darlehen der Sparkasse Hameln-Weserbergland getragen“ worden.

Beim gestrigen Gang über das denkmalgeschützte Anwesen erfuhren der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Hameln-Weserbergland Alois Drube, der Sparkassen-Sprecher Bernhard Krupki, der Sparkassen-Verwaltungsratvorsitzende und Landrat Tjark Bartels sowie der stellvertretende Geschäftsführer der Niedersächsischen Sparkassen-Stiftung Michael H. Schormann von Eckart von Reden nicht nur etwas über den Fortschritt der umfassenden Bauarbeiten, sondern auch Wissenswertes über die Geschichte des einstigen Adelssitzes.

Die neue Fensterfront im Erdgeschoss wurde von der Sparkasse Hameln-Weserbergland und der Niedersächsischen Sparkassenstiftung bezuschusst. Foto: Dana
  • Die neue Fensterfront im Erdgeschoss wurde von der Sparkasse Hameln-Weserbergland und der Niedersächsischen Sparkassenstiftung bezuschusst. Foto: Dana

So bestand das einstige Wirtschaftsgebäude aus einem Pferdestall im Erdgeschoss und Wohnräumen des Personals in den Obergeschossen. 1826 fiel das Gebäude einem Feuer zum Opfer. Vier Jahre später wurde es wieder aufgebaut. Seit geraumer Zeit wird es als reines Wohnhaus genutzt, in dem bis vor wenigen Jahren auch noch Mitglieder der Familie von Reden lebten.

Der einstige Pferdestall mit einer Grundfläche von etwa 145 Quadratmetern soll 2018 zu Wohnzwecken – gewerblich oder privat – eingerichtet werden. Der Raum ist von heimischen Spezialfirmen völlig entkernt worden, neue Abwasserkanäle wurden eingezogen und der nicht unterkellerte Boden wurde tief „ausgekoffert“ und mit einer Betondecke neu aufgebaut, schilderte von Reden. Bis 2012 hatten die Räumlichkeiten als Versammlungsraum der Unitarier und des Alpenvereins gedient.

Nach Fertigstellung des ehemaligen „Wirtschaftsgebäudes“ geht es dann an die Sanierung der anderen Hälfte des Redenhofes. Das sogenannte Herrenhaus aus dem Jahr 1568, das Castrum des Ritterguts Hameln, wird in den kommenden Jahren ein neues Dach bekommen. Darüber hinaus werden Dachboden, Fassade und Treppenhaus renoviert.

Bereits seit einiger Zeit abgeschlossen ist die Neugestaltung des Gartens. In diesem Zuge mussten auch einige Bäume weichen, wodurch jedoch auch der Blick vom Ostertorwall aus auf den Redenhof wieder weitgehend frei wurde. Zwar handelt es sich um Privatgrundstück. Allerdings finden mehrmals im Jahr Gästeführungen über den Hof statt, die Aufschluss über die Geschichte des Anwesens der Familie von Reden geben.

Termin: Die nächste Führung findet am Sonntag, 20. August, um 14 Uhr statt. Treffpunkt ist bei der ehemaligen Feuerwache, Ecke Alte Marktstraße/Großehofstraße. Erwachsene zahlen 5 Euro, Kinder haben freien Eintritt. Die Führung dauert etwa anderthalb Stunden. Gästeführerin ist Renate Schulte, Anmeldung telefonisch unter 0 51 52 / 87 81, E-Mail: fwschulte@freenet.de.

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