weather-image
10°
Verwaltung verweist auf Haushaltslage

Sanierung der Feuerwehrhäuser soll aufgeschoben werden

HAMELN. Die Feuerwehr-Unfallkasse stellt erhöhte Anforderungen an Hamelns Feuerwehrhäuser. Mängel, die der gesetzliche Versicherer der Feuerwehrleute insbesondere in den Ortsteilen ausgemacht hat, muss die Stadt schnellstmöglich beheben. Wie berichtet, wird sie das aber nicht so schnell tun, wie ursprünglich geplant.

veröffentlicht am 05.11.2017 um 15:00 Uhr

Das Feuerwehrhaus in Klein Berkel soll erst 2024 angegangen werden. foto: dana
Lars Lindhorst

Autor

Lars Lindhorst Reporter zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Die Haushaltslage lässt keine schnelle Sanierung zu. Projekte wie ein Kindergarten-Neubau in der Nordstadt oder der Anbau an Vikilu- und Schiller-Gymnasium sind kurzfristig wichtiger. Feuerwehren wie die in Tündern, die schon in den Startlöchern für den Neubau ihres Feuerwehrhauses standen, müssen noch eine Weile warten. Die Feuerwehrhäuser werden wohl erst später saniert. So hat es jedenfalls die Verwaltung geplant. Der zuständige Ausschuss für Recht und Sicherheit wird morgen sein politisches Votum abgeben. Die Stadt schlägt vor, den gesamten Zeitplan für die Sanierung der Feuerwehrhäuser um drei Jahre zu verschieben. An der durch den Rat bereits festgelegten Reihenfolge soll hingegen nichts geändert werden. Die Feuerwehr in Tündern ist immer noch zuerst an der Reihe, doch vor 2021 soll es mit dem Bau erst einmal nichts werden.

Probleme mit der Feuerwehr-Unfallkasse erwartet die Verwaltung durch eine zeitliche Verschiebung nicht. Die Rechtsabteilung habe die Angelegenheit geprüft; aus rechtlicher Sicht bestehe die Möglichkeit, die Sanierungen um mindestens drei Jahre zu verschieben, heißt es aus dem Rathaus. Unter anderem fordert die Feuerwehr-Unfallkasse bestimmte Mindestabstände zwischen Fahrzeugen und den Hauswänden – um ein Einklemmen und Anfahren von Feuerwehrleuten zu verhindern. Dies müsse künftig durch „die Umsetzung bestehender und weiterer organisatorischer Maßnahmen“ gewährleistet sein, schreibt die Verwaltung in der Beschlussvorlage für die Politik.

Der Vorschlag seitens der Stadt für Um- und Neubauten: In Tündern geht die Planung 2020 los, gebaut werden kann dann 2021. Zwei Jahre später (2023) ist dann Klein Berkel an der Reihe, ein weiteres Jahr später folgt Halvestorf. Das Feuerwehrhaus in Rohrsen soll 2025 gebaut werden. In Wehrbergen starten die Arbeiten laut Verwaltungsplanung im Jahr 2026. Die Baumaßnahmen in Hilligsfeld, Haverbeck, Unsen, Holtensen und Welliehausen verschieben sich von 2024 auf 2027.

Termin: Der für die Feuerwehren zuständige Ausschuss für Recht und Sicherheit tagt am Dienstag, 7. November, um 16 Uhr im Eugen-Reintjes-Haus, Osterstraße 46. Die Sitzung ist öffentlich.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2017
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare