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Mitte 2013 sollen zehn Kindergartenplätze und 15 Plätze in der Großtagespflege bereitstehen

Sana-Klinikum plant Betriebskita

Hameln (evs). Im ehemaligen Schwesternwohnheim des Sana-Klinikums sollen für die Kinder der Klinikmitarbeiter zehn Kindergartenplätze und 15 Plätze in der Großtagespflege eingerichtet werden. „Wir wollen noch familienfreundlicher werden“, sagt Dr. Ralf Paland, einer der Geschäftsführer des Sana-Klinikums Hameln-Pyrmont. Mit dem Gedanken, eine innerbetriebliche Kinderbetreuung einzurichten, habe sich die Klinik schon länger befasst. Impulse für die Betriebskita kamen auch von Mitarbeitern. Die Zahl der weiblichen Mitarbeiterinnen sei im Gesundheitswesen sowohl im Pflege- als auch im Ärztebereich in den letzten Jahren merklich gestiegen, so Paland. „Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie hat einen hohen Stellenwert.“ Rund 1100 Beschäftigte arbeiten in der Einrichtung. „Es ist eine gute Entscheidung, eine innerbetriebliche Kindertagesstätte und Großtagespflege einzurichten“, sagt Kirstin von Blomberg von der Koordinierungsstelle Frau und Wirtschaft. Für einen Betrieb in der Größe des Klinikums solle die Einrichtung einer innerbetrieblichen Kinderbetreuung eigentlich selbstverständlich sein. Von einem Kindergarten in unmittelbarer Nähe des Arbeitsplatzes würden alle Beteiligten profitieren: Eltern, die kürzere Wege zur Kita haben, Kinder, die ihre Eltern in unmittelbarer Nähe wissen und Arbeitgeber, die auf weniger gestresste Mitarbeiter bauen können. Auch das Kultusministerium setzt auf innerbetriebliche Kinderbetreuung. Aktuell unterstützt die Landesregierung die Erstellung eines Leitfadens der Unternehmensverbände Niedersachsen für Betriebe, die sich in diesem Bereich engagieren wollen. Auf diesem Weg wolle man möglichst unbürokratische Beratungswege aufzeigen, sagt der niedersächsische Kultusminister Bernd Althusmann.

veröffentlicht am 12.12.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 01:21 Uhr

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Mit den Umbauarbeiten im ehemaligen Schwesternwohnheim ist bereits begonnen worden. Die Früherkennungsstelle, die sich derzeit im Erdgeschoss des Hauses befindet, soll dort bleiben. Die Finanzbuchhaltung des Klinikums zieht vom Erdgeschoss in die frisch sanierte erste Etage. Im Erdgeschoss werden die Räumlichkeiten für den Kindergarten und die Großtagespflege eingerichtet. Beide Einrichtungen sollen später durch einen eigenen Eingang betretbar sein. Derzeit gehe das Klinikum von Kosten in Höhe von 250 000 Euro aus, betont Geschäftsführer Dr. Ralf Paland. Das Ausschreibungsverfahren für die zu vergebenden Verträge laufe derzeit noch, sagt Burkhard Rupprecht, Fachanwalt für Arbeitsrecht beim Sana-Klinikum. Eine Vielzahl der Aufträge sei aber auch schon an heimische Handwerksbetriebe vergeben worden. „Zu den Kosten für die Sanierung kommen natürlich noch die laufenden Kosten, die ausschließlich vom Sana-Klinikum getragen werden. Zuschüsse von der Stadt Hameln oder dem Landkreis gibt es nicht.“ Er glaubt, dass sich die Investitionen auf Dauer bezahlt machen werden. Vielen Mitarbeitern werde so die Unsicherheit genommen. Sie hätten nun eine Möglichkeit ihre Kinder in Arbeitsnähe unterzubringen. „Besonders für Krankenhausmitarbeiter, von denen viele in Wechselschicht arbeiten, ist es schwierig, sich mit den herkömmlichen Kitaöffnungszeiten zu arrangieren.“ Bislang haben sieben Mitarbeiter Interesse an einem Betreuungsplatz geäußert. Sollte das Interesse größer sein als gedacht, gäbe es auch noch die Möglichkeit, die Zahl der Betreuungsplätze auszudehnen. Hierzu könne man theoretisch zusätzlich noch die dritte Etage des ehemaligen Schwesternwohnheims umbauen.

Betreut werden die Kindergartenkinder von einer Erzieherin, die bereits im Klinikum beschäftigt ist. Zusätzlich gibt es eine Kooperation mit der Kindertagesstätte Struwelpetra e.V. Die Kinder in der Großtagespflege werden von drei Tagesmüttern betreut, die Kinder zwischen 0 und 14 Jahren aufnehmen. Bei der Auswahl der Tagesmütter habe man eng mit dem Landkreis zusammengearbeitet, sagt Paland. Alle Tagesmütter seien entsprechend geschult und zertifiziert. Sie arbeiten als Selbständige, werden nicht beim Klinikum angestellt. Die Kosten für einen Betreuungsplatz im Betriebskindergarten sollen sich an denen für einen Platz in einem öffentlichen Kindergarten orientieren. Die Kosten für einen Betreuungsplatz in der Großtagespflege wolle die Geschäftsführung demnächst noch mit dem Betriebsrat erörtern. Ende April 2013 sollen die Umbauarbeiten abgeschlossen sein und dann sollen die neuen Räume zur Kinderbetreuung auch schnellstmöglich mit viel Kinderlachen gefüllt werden.



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